Der Analytiker und seine Projekte
Es ist eine Sache, etwas zu WISSEN,
jedoch eine ganz andere, es zu VERSTEHEN.

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 Bewußtsein versus Geist/Physik 

—» Die Prinzipienformel «—
Anwendung

Da der Mensch primär das Sein nicht synthetisch (aufbauend), sondern grundsätzlich nur analytisch (zerlegend) erfassen kann, bildet sich auch die Sprache entsprechend dieser Bewußtseinsbildung, um dem systematischen Ausbau als Werkzeug zu dienen. Diese Sprache ist im wesentlichen aufgebaut auf der Inhaltlichkeit von Definitionen (substanzielle Erfassung) und den daraus resultierenden abstrahierenden Begriffen (kategorische und relative Substanz-Ordnung) und strukturiert sich im Gesamten nach Bedingung/Relation, Quantität/Qualität, Raum/Zeit, Aktivität/Passivität.

Man bedenke die Reihenfolge im ersten Satz. Da das Sein eine Gegebenheit ist, so ist zwangsläufig der erste Schritt der, sich die Präsenz des Istzustandes bewußt zu machen. Irgendwie scheint das über die Zeit und über die Übersetzungen aus dem Original verloren gegangen zu sein, aber in der Inhaltlichkeit der ursprünglichen Aussage von "in einer Handvoll Erde steckt die gesamte Weisheit", war ja wohl nicht nur enthalten, was sich im Substanzgesetz manifestiert, sondern "vor allem" auch, daß man dies nur in "greifbarer" Nähe findet, was nämlich eine weitere Abgrenzung zur Illusion darstellt, denn einzig in der Nähe zum Objekt ist eine direkte Verbindung (siehe Kausalität) gegeben. So kann man zu Entfernterem einzig einen solchen Bezug herstellen, wenn man entsprechendes in greifbarer Nähe erfahren hat. Wie auch in diesem Beispiel, so muß ich doch schon immer wieder die Frage stellen, inwieweit meine Darstellung von Kausalität überhaupt "neu" ist, denn es gibt da eine ganze Reihe von Bestandteilen, welche darauf deuten, daß dies zuvor bereits schon vorhanden war, aber über den Lauf der Zeit der Manipulation unterlag.

Ich empfehle, bezüglich des zweiten Satzes einmal den Vergleich zur chinesischen Sprache, worin man spezifisch den kausalen Bezug inhaltlich "nicht" separiert. In diesem Vergleich wird nämlich besonders deutlich, daß unsere Subjekt-Verb-Objekt-Inhaltlichkeit keineswegs nur das Objekt und vor allem nicht nur subjektiv beschreibt, sondern aufgrund des Gesamtzusammenhangs und der Wahrung des Neutrums, auch das Subjekt, wodurch es überhaupt erst möglich ist, nicht nur ein "objektives" Objekt, sondern auch ein objektives Subjekt zu beschreiben und somit auch zu deklarieren. In dieser deutschen Sprache ist es elementarer Bestandteil, auch sich selbst zu beschreiben, weil der maßgebliche Zweck dieses Werkzeuges schon immer die "Selbstfindung" war und zu dieser gelangt man eben nicht rein durch die Einsicht in sich selbst (Realität-Illusions-Verhältnis). Dazu bedarf es an Bestandteilen, welche nicht mit der Illusion behaftet sind!

Auch die Kausalgegebenheiten spiegeln sich in unserer Sprachsubstanz wieder, indem nämlich Definitionen, wie auch Begriffe "nur" den inhaltlich vergleichenden Bestandteil zum Gesamtumfang der Sprache beinhalten und somit die eigentliche sachliche Inhaltlichkeit "erst" durch die entsprechende Weite ergibt. Die einzelne Definition, wie auch der einzelne Begriff bilden "nur" einen Ausschnitt des Ganzen ab.

Hier wird wohl auch deutlich, warum die Sprache nur und einzig über eine systematische Ordnung verständlich "ist", denn der einzelne Bestandteil bildet ja an sich nur eine Negationsform, welche beinhaltet, was diesen Bestandteil vom Rest unterscheidet. Hier wird wohl auch klar, warum uns die heutige Allgemeinanwendung von Sprache derart in die Irre leiten kann. Ich sitze immer wieder an der Erörterung, warum andere nicht einen selbst, sondern nur und einzig das Umfeld dessen betrachten/sehen. Das kann sehr nervig werden, wenn man besonderen Wert legt auf die eigene und persönliche Inhaltlichkeit. Mir ist es bisher nicht möglich, dies davon zu separieren, aber in der Funktionalität von Sprache findet sich hier die dementsprechende Parallele.


Grundlegend hierbei ist die Unveränderlichkeit der Begriffe und der damit verbundenen Definition. Um die relative Beständigkeit des Seins(!) und das damit verbundene Bewußtsein substanziell zu stärken, werden beständige Substanzen definiert. Aus diesem Grund können bestehende Definitionen zwar in ihrer Bedeutung erweitert, jedoch nicht in ihrer Substanz umfunktioniert werden. Entscheidend ist die (erstmalig anerkannte) Eingliederung des Begriffs und seiner Definition im jeweiligen (z.B. deutschen) Sprach- und (z.B. naturphilosophischen) Kulturbereich. Die Sprache ist in primärer Funktion Werkzeug zur Erfassung logischer Substanzen des Seins und auch Werkzeug zur Bewußtseinserweiterung, welche in Form der Definierung dargestellt werden. Erst sekundär entsteht der Begriff, welcher die erweiternde Ordnungszugehörigkeit ermöglicht.

Esoterik, Atom, Elemente, Unendlichkeit... sind das Resultat spezifischer Definition. Das Hühnerei hat seine Substanz nicht verloren - neu ist das Industrieei. Ein Anstreicher ist kein Maler und eine Bäckereifiliale, in der kein Bäcker Brot backt, keine Bäckerei. Demokratie durch den Begriff "Volksherrschaft" zu definieren ist völlig irreführend, denn bezogen auf die Sachlage der Gegenwart hieße dies Selbstherrschaft und somit Selbstbeherrschung, was etwas völlig anderes aussagt, als man allgemeinhin antrifft.

etwas ist - etwas ist nicht

Und genau hier beginnt auch der erste Schritt der eigentlichen Anwendung, nämlich im "dagegen stemmen": Sprache ist Mittel zum Zweck, wie auch Zweck selbst und so führt die bewußte(!) Anwendung dessen zum zwangsläufigen Nutzen dessen. Und da die Sprache nicht nur das Ich beinhaltet, so dient sie nicht nur zur Festigung des Ich, sondern auch des Nicht-Ich. Somit ist diese Sprache "das" Mittel, um uns des Seins bewußt zu werden und zwar über das Ich-Sein hinaus hin zum Nicht-Ich-Sein, bis hin zum Nicht-Sein.

Der erste entscheidende Schritt ist, sich der Trennung des Ich und Gegenüberstehendem (nicht-Ich) als solches bewußt zu werden. Illusionisten erkennt man im Besonderen daran, daß sich diese grundsätzlich auf Dinge beziehen, die möglichst "nicht" sich in erreichbarer Nähe befinden, sodaß hier selbst schon die Einschränkung auf "faßbares" sich als wahres Wundermittel zeigt, vor allem aber nicht nur letztlich die Grenzen des Dialoges darauf einschränkt. Das bezieht sich auf beide Seiten: das Ich und das Nicht-Ich!

Die Handlungssprache

Somit ergibt sich auch der zweite Schritt, welcher darin besteht, die sprachliche Anwendung spezifischer zu sondieren, indem zu ermitteln ist, um welchen spezifischen Sprachgebrauch es sich handelt. Dem analytischen Bestandteil gegenüber stehen nämlich zwei naheliegende Bestreben, worin die Sprache nämlich "rein" dem Zweck der Mitteilung dienen "soll".Die Eine davon ist ja allgemein bekannt, nämlich die der Veröffentlichung, aber worauf ich nirgendwo gestoßen bin, ist die Tatsache, daß der Sprachschatz auch dafür herhalten muß, um als Handlungssprache zu dienen. Zu bedenken ist, daß wir im deutschsprachigen Raum alle die gleiche Sprache sprechen, weil niemals eine andere Verbal-/Schriftsprache "entwickelt" wurde und somit diese Anwendungsform durch den gegebenen Sprachschatz ausgefüllt wird!

Ich empfehle hier das bewußt machen von Handlungssprache und vor allem die separierende Wahrnehmung dessen. Mir begegnet die Situation immer wieder, daß mir eine Person gegenüber steht, die gar nicht im Sinn hat, einen sprachlich versierten Dialog zu führen und in diesem Bezug handelt es sich keinesfalls um small-talk. Dies läßt sich aber sehr leicht ermitteln, indem man grundsätzlich den Dialog und somit die sprachliche Inhaltlichkeit anwendet. In gegebenem Umstand kommt ein solcher nämlich weder verbal, noch in Schriftform überhaupt zustande. Es gibt nämlich, neben dem sich mitteilen, noch eine ganze Reihe von Anwendungsformen, für die unser Sprachschatz herhalten muß. Was der Sinn und Zweck ist über seine eigentliche Anwendungsform, bedarf der sachlichen Klärung, denn ein Dialog basiert nun einmal auf dem Austausch und seine Inhaltlichkeit ist nur dann gegeben, wenn es dem entspricht.

Ich möchte hier betonen, daß zu keiner Zeiten eine "Verbal-/Schriftsprache" existierte, die reinen Mitteilungszwecken diente. Hierbei ist aber klar zu separieren, daß Verbal- und Schriftsprache sich definieren durch ihre sachlich-grammatikalische Inhaltlichkeit. Selbst für die "Hervorbringung/Entwicklung" von Worten bedarf es analytischer Fundierung. Und das am Anfang "Namen" für Objekte standen, ist auch irreführend, denn in dem Bezug handelte es sich um "spezifische Laute" und ist somit der "Handlungssprache" zuzuordnen. Es reicht nicht aus, die grammatikalische Inhaltlichkeit zu prüfen, sondern es bedarf im Besonderen auch der sachlich-inhaltichen Prüfung.

Für die drei Bestandteile Handlung, Verbalsprache und Schrift gibt es eine klare hierarchische Ordnung (die nächste Stufe ist eine Ergänzung/Erweiterung der Vorigen), wobei grundsätzlich in allem die Reihenfolge gilt:

1. Handlung

2. Sprache

3. Schrift


Die nächste Stufe kann die tiefer stehende weder ersetzen noch eliminieren.
Weder existiert eine Sprache ohne Handlung, noch eine Schrift ohne Sprache(!).

Im Zentrum dessen steht nämlich die Äquivalenz von Sprachschatz und dem Bewußtsein über das Ich sein. Erst über die reine Handlungssprache hinaus, in der logischen Inhaltlichkeit von Verbal- und Schriftsprache, die durch die Maßgabe entstand, neben dem Unterbewußtsein auch im Überbewußtsein "bewußt logisch zu denken", ist es möglich geworden, diese Weite zu erfahren, die uns darüber nämlich überhaupt erst möglich wird. Hier werden auch die Entwicklungsschritte logisch sichtbar, denn es wird deutlich, daß das Gleiche für die Schrift gilt, denn über sie ist es nicht nur möglich, Erfahrenes zu fixieren, sondern potenzial den Bestand zu erweitern.

Ich denke, daß hier im nebeneinander stellen deutlich wird, daß alle drei zunächst einmal sondiert werden müssen. Ich gebe zu bedenken, daß hier die Reihenfolge elementar ist: der erste Schritt ist, das Ich identifizieren zu wollen und der zweite Schritt, sich in die Lage zu versetzen, dies auch zu ermöglichen. Dazu ist es im zweiten Schritt zunächst einmal unerläßlich, vor allem das nicht-Ich zu sondieren, um für eine angemessene Orientierung zu sorgen und hierüber die Reduktion auf das Wesentliche zu beschränken..

Hier muß ich wohl auch erst einmal einbringen, warum man in dieser "Vorbereitung der Ausgangslage" die reine Lebenserfahrung überhaupt nicht antrifft. Sie kann nämlich einzig dazu dienen mit Gegebenheiten umzugehen, die man "identifiziert" hat. Im Beispiel der Willkür wird dies besonders deutlich. Dem kann man sich nämlich einzig standhaft entgegen stellen, wenn man diese Willkür als solche identifiziert. Auch basiert Lebenserfahrung ja nicht nur aus "postiven" Erlebnissen - hier aber ist es von Grund auf das Bestreben, gerade die negativen Bestandteile von vorne herein ins Abseits zu stellen, warum ja auch diese beiden Punkte der Vorbereitung bereits Bestandteil der Umsetzung sind.

Objektivität ist das Resultat subjektiver Betrachtungen

Wie Raum und Zeit verfügt auch die Objektivität an sich über keine eigentliche Substanz - ist nur Resultat.

Hierin wird der ganze Umfang deutlich, welchen die ersten beiden Schritte "einleiten". Dies dient nämlich zunächst einmal dem Zweck, zu einer objektiven "Sichtweise" zu gelangen. Hier wird dann die Erfahrung notwendig, daß es da nicht "eine" Objektivität gibt, sondern die Objektivität das Resultat "mehrerer subjektiver Bestandteile" ist. Wird es deutlich? Gerade hierin liegt der maßgeblich Fehler, welcher die meisten in die Irre führt. In der Singularisierung des Subjekts liegt hier die Problematik. Der Mensch existiert weder körperlich, geistig, noch anderweitig sachlich für sich isoliert alleine, sondern er ist immer und grundsätzlich ein Bestandteil des Seins seines damit verbundenen Umfeldes. Somit ist auch die Singularisierung des Subjekts als solches nicht gegeben. Wer einmal seine regulären Verstandeshandlungen mit den Instinkthandlungen vergleicht, wird genau auf dieses Verhältnis stoßen, indem sich diese beiden Handlungen nämlich gerade darin unterscheiden. Genau das trifft man auch in unsrer Sprache an, wie ich es ja schon zuvor im Vergleich zur chinesischen Sprache hervorgehoben hatte.

1. Schritt: identifizieren
2. Schritt: spezifizieren

Aufgrund dessen, daß alles, was wir erfassen oder uns vorstellen "nur" ein "abbilden" ist von etwas, so gilt die grundsätzliche Maßgabe einer "Vorprüfung". Da aber Sein und nicht-Sein nicht unbedingt aus der direkten Wahrnehmung sich ergibt, so klärt in diesem Fall die Gegenüberstellung mit der Prinzipialität des Seins, inwiefern das Sein, welche einem da entgegentritt, eine dementsprechende Gegebenheit "sein kann". Gerade hierin wird wiederum deutlich, daß man da nicht irgendwo bei Null anfangen kann, sondern es bedarf von Grund auf einer gewissen Potentialität, welche sich über das Kombinat und der ersten Zielsetzung, der Klärung von Sein oder nicht-Sein seine Maßgabe erfährt.


Alles weitere erschließt sich aus dem Dialog, welcher durch das Kombinat dieser beiden ersten Schritte sich ergibt.

An dieser Stelle wird wohl auch deutlich werden, daß es nicht maßgeblich ist, was einem da gegenüber tritt, sondern wie man selbst dem gegenüber tritt. Und da der überwiegende Teil von anderen Menschen forciert wird, so läßt sich im besonderen dieser Teil durch die Einleitung der ersten beiden Schritte reduzieren, die nämlich den Dialog einfordern und somit diesen Bestand schon im Vorfeld dezimieren.

Wie definiert sich Dialog? Als Vergleich nenne ich dazu immer das Muster "Tischtennis". Über diesen Vergleich wird wohl auch deutlich, was passiert, wenn man im menschlichen Miteinander den Dialog "grundsätzlich" einfordert. Darüber wird nämlich der jeweilige Gegenüber mit Maßregeln konfrontiert, die dem Tischtennisspiel ähneln. Wer dies einmal diszipliniert anwendet/einfordert, der wird bei der Anwendung auf sich selbst und auch bei anderen schnell feststellen, wie den "Werkzeugen", die da zum Einsatz kommen, ihrer Wirkung entzogen werden.

Die Einforderung des Dialoges, vor allem vom nicht-Ich, deklariert auch gleich den nächsten Abschnitt, denn hierüber tritt bereits die Potenz zum Ich-selbst-Sein hervor, indem nämlich zur Wahrung dessen, was bis dahin entstanden ist, die Bewahrung dessen hinzutritt.

Hier wird dann wohl auch die eigentliche Wertigkeit der Prinzipienformel deutlich, denn im Gegensatz zur Gelegenheit, diese als Wegweiser "zur Seite" zu haben, habe ich selbst 20 Jahre in einer ziemlich wirren Situation verbracht, denn das Verhältnis von Realitätsbewußtsein und dem umgebener Illusion spielen eine entscheidende Rolle im Bezug auf das Selbstbewußtsein. Aus diesem Grund steht auch die dritte Kategorie der Prinzipienformel "spezifisch in diesem Bezug" an erster Stelle, denn wenn auch nur dieser Bestandteil mir zur damaligen Zeit zur Verfügung gestanden hätte, so hätte ich mich nicht all die Jahre mit der gegenüberstehenden Quantivizierung herumschlagen müssen, indem ich nämlich schon zu jener Zeit darauf aufmerksam gemacht worden wäre, daß Qualität ganz anders der Quantität gegenüber steht. Genialität und Wahnsinn stehen nämlich nur quantitativ nebeneinander, qualitativ aber dem gegenüber - hierüber hätte ich mich nämlich erst gar nicht dieser Maßgabe gestellt, sondern hätte sie dementsprechend von meiner Maßgabe von Grund auf separiert betrachtet und erachtet!

Hierüber wird auch eines dieser Werkzeuge deutlich, welches ich als Scherenschnittprinzip spezifiziere. Das Potential basiert auf der Substanz der ersten beiden Schritte, indem nämlich bewußt oder unbewußt diese beiden Bestandteile ignoriert bzw. nicht wahrgenommen werden. Dieses Prinzip wiederum läßt sich identifizieren über den Dreisatz, denn im Dreisatz sind 100% Ausgangspunkt, wie auch Endpunkt und spezifiziert somit den Fokus auf die verhältnismäßige Inhaltlichkeit dessen.

Ich möchte hier zu bedenken geben, daß die Mathematik eine durch mathematische Zahlen gebildete Abstrahierung philosophischer Grundlagen ist und somit hinter dem Zahlenwerk mehr steckt, als da allgemein zur Anwendung kommt. In der Mathematik und Geometrie haben eine ganze Reihe von "Erkenntnissen" sich in der Allgemeinheit ihre Substanz bewahrt. Es ist einzig notwendig, sich ihrer Herkunft bewußt zu werden.

Wie bei einem Handwerker, so erwächst auch das Potential dieses Abschnittes aus der Gegebenheit der Werkzeuge, die einem da zur Verfügung stehen und potenziert sich aus der Anwendung, wie man sie einsetzt. Muster: um eine festgeschraubte 14-er Schraube zu lösen, bedarf es eines Werkzeuges, denn wir können sie nicht mit der Hand lösen; um sie lösen zu können, bedarf es mindestens einer Kombizange, aber diese beschädigt leicht den Schraubenkopf; wenn man die Schraube zertrümmert, so steht sie zur weiteren Nutzung nicht mehr zur Verfügung und gleichzeitig wird ja auch mehr beschädigt, als nur die Schraube und es wird nicht der eigentliche Zweck erfüllt, die Schraube zu lösen; nur durch den Einsatz eines 14-er Schraubenschlüssels läßt sich das Ideal erreichen und somit ist auch die Auswahl des Werkzeuges für den jeweiligen Verwendungszweck das hierin Maßgebliche.


An diesem Punkt angelangt, möchte ich zunächst einmal erläutern, warum diese beiden Schritte derart das Zentrum bilden. Klar dürfte sein, daß hier der "Ansprechpartner" das Zentrum bildet, nicht nur, weil er Subjekt, wie auch Objekt ist, sondern vor allem aus dem Grund, weil dieser der einzige ist, welcher dies hier liest. Diese Prinzipialität gilt auch inhaltlich sachlich, denn es ist zwar das tragende Element, daß sich eine Säure mit einer Lauge zu einem Salz verbindet, aber im Bezug auf das "Sein" ist die Potenz an Beständigkeit das tragende Element, welche sich aufgrund der Bewahrung von Verbindungen ihr zentrales Dasein überhaupt erst als solche begründen. Der Ausgangspunkt eine "Dialoges" jeglicher Art beginnt somit erst am "Wendepunkt" des Seins-Zustandes.

Ich möchte hierzu einmal auf den Dialog aufmerksam machen, welcher durch Rechtsbelange im 19. Jahrhundert geführt wurde, worin die Fragestellung erörtert wurde, zu welchem Zeitpunkt man beim Fötus von einem "lebenden Menschen" sprechen kann. Hierüber wird wohl auch deutlich werden, daß es im Komplexum des menschlichen Seins keineswegs um quantitative Substanzierung geht, sondern das Ganze sich in qualitativer Form gestaltet, so daß sich dies schon elementar darin unterscheidet. Tragender ist jedoch die Wahrung des Seins-Zustandes, denn genau so, wie in der Entstehungsphase, ergibt der Verfall von Verbindungen den Verfall des Seins und zwar expotentiell.

Eben solches wird auch durch die Immunologie deutlich, welche hervorhebt, daß wir nicht nur leben, sondern daß die Beständigkeit des Lebens abhängig ist vom "überleben" - im Bewahren eines dafür notwendigen Gleichgewichtes. Unser Immunsystem sorgt beständig dafür, daß Nutzen und Schaden von Externas sich in einem bestimmten Verhältnis halten, wie auch unsere Körperzellen sich zeit unseres Lebens beständig erneuern, da der Verbund dessen eine längere Lebensdauer möglich ist, als deren aufbauenden Bestandteile. Unser Sein ist somit kein absoluter Istzustand.

In unserer physiologischen Gegebenheit ist dies evolutionär "rational" ausgebildet. Die Psyche hingegen jedoch erhält ihre "substanzielle Orientierung" nicht einzig aus der physiologischen "Vorgabe", was die Veranlagungen im Besonderen hevorheben. Was hierbei aber das elementar Entscheidende ist, ist die Maßgabe, daß z.B. ein Charakter eine organisierte Einheit ist und das neu Entstandene auch sachlich von dem, von dem es entstand als eigenständiges Individuum nicht nur physisch, sondern auch psychisch löst. Charakter, sexuelle Ausrichtung und Begabungen stellen jeweils Organisationseinheiten dar, die dem Individuum das Werkzeug sind, um selbst auf "seine" individuellen Anforderungen eingehen "zu können".

Somit steht auch das Bewußtsein über das Ich-selbst und "gleichermaßen" des nicht-Ich-selbst an erster Stelle, um von Grund auf die Unterscheidung von "Organisationsgebilden" in ihrer "Grundform" wahrzunehmen, um über die Auseinandersetzung damit der tatsächlichen Gegebenheit sich bewußt zu werden. Alles Nachfolgende ergibt sich aus diesem Grundsatz.


An aller Anfang steht die bewußt-reale Wahrnehmung,
um Überbewußtsein, Unterbewußtsein und Körper in Einklang zu bringen.

Dies bildet die Grundlage für das

Selbst-Bewußtsein

und dem daraus resultierenden

SELBST-SEIN

Über diese Ordnung ordnet sich alles Entgegentretende von selbst!

Jörg Lenau
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Tel/SMS: 0171-3309037
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