Der Analytiker und seine Projekte
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 Bewußtsein versus Geist/Physik 

—» Die sexuelle Konstitution «—
Ambisexualität

Die allgemeine Situation bezüglich der Bisexualität wird auch dadurch verursacht, daß grundsätzlich der monogame Bezug auf zwei Personen als Maßregel einschränkend wirkt. Eine darüber hinausgehende Anwendungsweise wird dementsprechend bereits vom Grundsatz her, als nicht der Norm entsprechend deklariert. Daraus ergibt sich auch die Fokusierung auf wechselnde Partnerschaften, anstatt des monogamen(!) Bezuges zu Zweien bei der Beurteilung der Verhaltensweisen, worüber wiederum der Anschein erweckt wird, daß im Prinzip die Ein-Partner-Zuordnung in der Gesinnung Gegebenheit sei und es sich rein um eine Orientierungslosigkeit handle. Das Prinzip einer Gemeinschaft von Dreien wird grundsätzlich gesellschaftlich ad absurdum gestellt. Das ergibt sich jedoch maßgeblich aus dem "wer bildet dort die Aussage".

  Maßgabe   1 Partner Heterosexualität 
Homosexualität 
 
scheinbarer
Mißstand
mehr als
1 Partner
Bisexualität
Ambisexualität
Bi-/Polygamie
Quer
...

Wenn man jedoch den tatsächlichen Sachverhalt erachtet wird deutlich, daß man dem Typus der Orientierungslosigkeit sehr wohl klare Prinzipien gegenüber stellen kann und somit auch die Variante der bi- wie auch die der ambisexuellen Konstitutionen/Konstellationen sich darüber spezifiziert differenziert darstellen lassen und zwar gleichermaßen, wie es in der Biologie in Anwendung ist:

Bezug zum
biologischen Geschlecht
Begriff Bezug zur
sexuellen Konstitution/Konstellation
beide präsent zwei
Geschlechter
konstant Bisexualität konstant zwei Partner miteinander präsent
Geschlechtsfähigkeit wechselnd simultan Ambisexualität simultan (2) Partner separiert präsent
Geschlecht wechselnd sequentiell sequentiell Partner wechselnd

Diese Inhalte bringen klare Unterscheidungen hervor, welche der grundlegenden Prinzipialität der bisexuellen und ambisexuellen Varianten der Deklaration der Biologie/Botanik entspricht. Über den Einbezug der Betrachtung des Gemeinschaftsinhaltes geht hervor, daß die Ausfüllung der sexuellen Gemeinschaft einen dementsprechenden verhältnismäßigen differenzierten Bezug beinhaltet. Es zeigt sich vor allem darüber, daß die Ambisexualität etwas ganz anderes ist, als die Bisexualität.

Die komplette Inhaltlichkeit der ambisexuellen Konstitution
basiert jedoch vom Prinzip her
einzig auf NEGIERUNGEN!

Der Bezug zu zwei Geschlechtern basiert auf dem Prinzip:
NICHT auf ein Geschlecht festlegen.

Der Bezug zu zwei Personen basiert auf dem Prinzip:
NICHT auf eine Person festlegen.

In der Ambisexualität suggerieren die Varianten nur das Erscheinungsbild einer Auswahl, wobei die Vorgabe und das unbedingte dort eingliedern wollen in die singuläre Prinzipialität dementsprechend dazu beiträgt. Überhaupt ist das Händling der Ambisexualität einzig möglich, wenn man diese Besonderheit dementsprechend auch herausstellt, denn insofern es in der sexuellen Ausrichtung um die Spezifizierung der Ausrichtung "auf etwas spezifisches" geht, so zeigt sich hierin die Besonderheit darin, daß die Spezifikation aus einer Negation besteht, die grundsätzlich gilt. Aber auch hier zeigt sich wiederum, daß dies nur ersichtlich wird, wenn man die Ambisexualität ebenfalls "innerhalb" einer Gesamtübersicht einer Betrachtung unterzieht - dann wird es klar und deutlich.

ambisexuelle Orientierung

Partnerwahl Geschlecht Anzahl Partner
nur bedingt monogam nicht geschlechtsspezifisch nicht spezifisch

Aus diesem Spektrum heraus handelt es sich bei der Deklaration von Ambisexualität um eine spezifische Form der Inhaltlichkeit von Unausgeprägtheit. Es weist in keiner Weise eine spezifische sexuelle Veranlagung auf. Somit erscheint die Ambisexualität auch nicht als solches in der Gesamtordnung der Veranlagungen, sondern gehört zu den sexuellen Vorlieben, trägt jedoch maßgeblich zur Orientierungsfindung bei, sodaß sie dem anhänglich ist. Entsprechend der Sachlage selbst lautet die korrekte Deklaration "ausgeprägte Unausgeprägtheit der sexuellen Veranlagung".

Die Orientierungsordnung

Vorlieben/Neigungen
geistig bedingte
sexuelle Orientierung
Konstitution Konstellation
ambisexuelle
Vorlieben/Neigungen
der ambisexuell orientierte Mann &
unspezifiziert wechselnde Partner
die ambisexuell orientierte Frau &
unspezifiziert wechselnde Partner
 
Bezug geistig/körperlich orientiert
individuelle Konstitution
körperlich- und geistig-sinnliche Inhaltlichkeit
willentliches Händling
geistig bedingte Variabilität (produziert)

Unterbewußtsein unbewußt

Schriftenquellen

Ambisexualität - in Human Sexuality: An Encyclopedia (Quelle)

Masters, W.H., and Virginia E. Johnson (and R.C. Kolodny)
Homosexuality in Perspective - Boston: Little, Brown, 1979
Human Sexuality (3rd. ed.) - Glenview, Scott Poresmann, 1988

"The criteria established by Masters and Johnson for the identification of an ambisexual are (1) that the individual express no preference in terms of sexual partner selection either through personal history or by subjective description, (2) that he or she [is] currently living an uncommitted ambisexual lifestyle and [has] never as an adult evidenced any interest in a continuing relationship, and (3) that the behavior of the man or woman in question could be rated close to 3 in Kinsey’s rating scale (this would be the midpoint on the scale)."

Bisexualitäten - Ideologie und Praxis des Sexualkontaktes mit beiden Geschlechtern (Quelle)

Philip Blumstein & Pepper Schwartz
American Couples (William Morrow, 1983)

"Bisexualität ... führt zu dem Mißverständnis einer Fixiertheit in der sexuellen Objektwahl ... der bessere Begriff (ist)Ambisexualität, mit dem Bedeutungsgehalt der Fähigkeit eines Menschen, unter bestimmten Umständen beide Geschlechter erotisieren zu können."

Jörg Lenau
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