Der Analytiker und seine Projekte
Es ist eine Sache, etwas zu WISSEN,
jedoch eine ganz andere, es zu VERSTEHEN.

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 Bewußtsein versus Geist/Physik 

—» Die sexuelle Konstitution «—
Der Besitz ist unantastbar

Grundsätzlich ist über das Verständnis zu sagen, daß es niemals rein deduktiv (vom Allgemeinen auf das Spezifische) erfaßbar ist. Der Ausgangspunkt kann immer nur die Induktion (vom Spezifischen auf das Allgemeine schließend) sein, von der aus dann die Deduktion als Hilfsmittel zur Orientierungs- und Spezifizierungsfindung dient. Aus diesem Grund wendet man in der Philosophie auch das Verfahren an, in dem das Subjekt zum Objekt wird. Somit ist auch die Betrachtung des eigenen Ich der Ausgangspunkt. Vor allem aber ist dies die einzige Substanz, in der überhaupt das Subjekt zum Objekt werden kann - das Ideal, um die Natur des Seins zu erkunden. Dies nicht zu nutzen, empfinde ich als äußerst rückständig. Aus diesem Grund habe ich da so meine Schwierigkeiten, die allgemeinhin praktizierten Verfahrensweisen nachzuvollziehen, denn ich kann mich nicht in die Lage versetzen, andere derart zu beurteilen, ohne selbst über die Substanz des zu Analysierenden zu verfügen, vor allem, wenn es um Sinnliches geht, was in keiner Weise nachvollziehbar ist, wenn man es nicht selbst sinnlich erfährt. Man kann zwar vorhandenes kategorisch erweitern und auch substanzieren, sowie über logische Verbindungen darüber hinaus gehen, aber die Grundsubstanz ist grundsätzlich unablässig. Vor allem aber kann man den Menschen nicht an sich, isoliert von seiner Umwelt, betrachten und ein diesbezügliches Urteil darüber fällen, denn das Sein des Menschen ist viel mehr an Relativitäten gebunden, als dieser selbst beinhaltet.

Erst wenn man die Potenzfähigkeit von Intelligenzkompetenz und Realitätskompetenz einbringt, wird überhaupt erst eine Unterscheidung und vor allem eine Wertbemessung möglich, denn der Mensch ist in seiner Betrachtungsweise zwar zunächst einmal, was er ist, jedoch ist er zu dem, was er ist geworden und vor allem kann er, aus dem was ihm gegeben ist, sich erweitern. Diese Substanzierung hebt hervor, daß zunächst einmal die Gegebenheit qualitativer Substanz zu beurteilen ist, denn nur in dieser Gegebenheit ist der Mensch überhaupt erst beurteilungsfähig. Diese qualitative Substanz an Potenz ermöglicht ihm selbst, seine Sinne zu stärken/schärfen, um nicht dem Irrsinn zu verfallen. Hierüber wird überhaupt erst deutlich, wie elementar sich nämlich Schwachsinn und Irrsinn unterscheiden, denn in diesem Bezug kann nämlich einzig der Schwachsinn im Irrsinn resultieren und nicht umgekehrt.

Womit dies wiederum hervorhebt, daß es einzig darum gehen kann, ob der Mensch willig ist, seine Sinne im Sinne der natürlichen Bedürftigkeit seines Seins sich entwickeln zu lassen und auch zu fördern. Somit kann die Normität gar nicht Maßstab sein, denn die Sinne des Menschen sind durch nichts und niemanden ersetzbar. Vor allem sind sie nicht von außen zuführbar!

Bisexuelle(r) sein und dies ausleben
unterscheidet sich wesentlich

Veranlagungen bedürfen der Aktivierung

Bisexuell sein muß man (er)leben

Man muß schon einmal die Extreme nutzen, um unleicht erkennbares zu verdeutlichen. Dieser Extremfall ist, daß ein(e) Bisexuelle(r) im gesamten Leben keine Bisexualität erlebt. In diesem Extremfall kann noch nicht einmal der/die Bisexuelle selbst eine Aussage darüber machen, ob diese(r) Bisexuelle(r) ist. Dieses Prinzip gilt für alle Veranlagungen und drückt sich aus über die Ausgeprägtheit. Und so verhält es sich nämlich mit der Beurteilung der Bisexualität, denn die Gemeinschaftssubstanz ist diesbezüglich grundsätzlich primärer Beurteilungsbestand und das rein Personelle kann einzig als Bestandteil dessen beurteilt werden.

Auch das führt mich wieder zu den gegenüberstehenden Bisexuellen, dessen Bisexualität ich zwar empfinden kann, aber diese nicht. Zwar beinhalten diese die Veranlagung zur Bisexualität, sind jedoch weder als solches ansprechbar, noch als solches deklarierbar, denn sie sind es wiederum nicht, so lange, bis sie es auch ausleben.

Wie verfährt man mit diesem
Typus der Jungfräulichkeit?

Die sexuelle Ausrichtung ist doch zunächst einmal als eine Veranlagung zu sehen, die wie der Charakter und Begabungen in seiner Substanz durch Unterdrückung und Förderung seine Substanzierung bestimmt. Im Gegensatz z.B. zu einer musikalischen Begabung, die durch die Ausbildung dessen die Lebenssubstanz erweitert, ist die sexuelle Ausrichtung eine Grundsubstanz, welche die Lebenssubstanz an sich bestimmt, denn sie ist der primäre Bestandteil der Gemeinschaftssubstanz. Aber auch diese Unterscheidung ist mißverständlich, denn ich konnte in meinem Leben feststellen, daß ich meine Begabungs-Kernkompetenz individuell einsetzen kann und nur die mir zur Verfügung stehenden Werkzeuge eine spezifische Entwicklung bestimmter Bereiche hervorbrachte. Im Vergleich derer beiden Veranlagungen konnte ich mir verdeutlichen, daß in der sexuellen Ausrichtung sich dies völlig anders verhält, daß nämlich diesbezüglich einzig das Vorhandensein von bisexueller Gemeinschaft als Gegebenheit verfügbar sein muß, um zu sein und das es sich einzig um Sein oder Entzug handelt und in diesem Bezug von der Entwicklung einer Begabung elementar unterscheidet.

So ist denn hier gar nicht die Fragestellung gegeben, ob "eine Person" bisexuell ist. Die Fragestellung, die sich davorstellt, ist doch, warum diese Fragestellung auf den Menschen überhaupt Anwendung findet und sich dieser "außerhalb" seiner bisexuellen Gemeinschaft befindet. Die wesentliche Sachlage ist doch, daß dieser ohne diese aufwächst, als Fremder in einer fremden Welt und sich erst durch das Aufkommen seiner Ausgeprägtheit und die damit verbundene Ablehnung des Unpassenden auf die Suche machen muß, um seine substanzielle Ausfüllung ausfindig zu machen, um die Vollständigkeit zu erleben, die er als Bedürftigkeit in sich trägt.

Eben das Gleiche treffe ich aber auch im Bezug auf den Charakter an, denn ich habe bisher noch nicht erleben können, daß Kinder den gleichen Charakter ihrer Eltern in sich tragen. Irgendwie scheint uns die "Natürlichkeit" zu nötigen, uns von unserer gegebenen Umwelt zu entfernen. So wird dann über die Gesamtschau deutlich, wie extrem sich die Sachlage zwischen dem Besitz der Veranlagungen und materiellem Besitz sich dermaßen extrem widersprechen.

Und das ist auch der wesentliche Grund, warum man bestrebt ist, einzig die Geschlechtsordnung als "normal" zu erachten, denn nur in dieser Substanzgegebenheit entspricht die Gegebenheit den materiellen Erfordernissen. Aber in dieser Ordnung sind Bisexuelle nicht nur genötigt, ihre sexuelle Erfüllung aufzugeben, sondern in dieser Ordnung werden diese grundsätzlich genötigt, all ihre Lebensbedürftigkeiten anzupassen, um sich dieser materiellen Besitzordnung unterzuordnen. Dies funktioniert jedoch einzig, wenn sich dem alle grundsätzlich unterordnen und kein anderweitiges Bild erscheint, welches davon wegleiten kann. Hierin kann keine andere Ordnung existieren.

So ist es sachlich schon lange nicht mehr gegeben, daß es nur heterosexuellen Nachwuchs gibt (sofern man das so formulieren kann) und ebenfalls ist es sachlich nicht mehr gegeben, daß der Nachwuchs die gleiche sexuelle Ausrichtung beinhaltet, wie die Eltern. Und sachlich gegeben ist auch nicht, daß nur Heterosexuelle Nachwuchs zeugen können. Das hier noch immer "normiert" Heterosexuellenheranwachsung "zu" Heterosexuellenleben stattfindet, ohne fähig zu sein, ob dies angebracht ist, ist meines Erachtens "das" eigentlich zerstörerische an dem Sein Nichtheterosexueller. Und diese Sachlage bezieht sich auf alle Veranlagungen.

Wie kann man jemanden,
der noch nie Zuhause war fragen,
was sein Zuhause beinhaltet?

Wie kommt es überhaupt zu dieser Fragestellung?

Es kommt doch wohl dadurch, daß Kulturbestand und Kulturverstand im Widerspruch stehen. Irgendwie hat der Mensch noch nicht mitbekommen, was Mensch sein eigentlich beinhaltet. Wie auch in vielerlei Darstellungen hervorgehoben wird, geht es einerseits um Menschwerdung und andererseits um Selbstfindung. Und gerade dies ist der wesentliche Bestandteil des Seins des Menschen. Wenn er geboren wird, ist er zwar Mensch, jedoch befindet er sich zu diesem Zeitpunkt erst im Entwicklungsstadium, warum man diesbezüglich ja auch grundsätzlich zwischen den Stadien Fötus, Kind, Jugendliche, Erwachsene und Alte unterscheidet. Der Mensch durchläuft von der Zeugung bis zum Tode einen beständigen Entwicklungsprozeß und den Menschen im Bezug auf "sein" Entwicklungsstadium zu betrachten ist in der Verallgemeinerung der Mensch-Betrachtung zu sehr veroberflächlicht worden. Und dies liegt nicht nur an der politischen Handhabe, zu fordern, daß wir Menschen alle gleich seien!

So ist es doch an dem jeweiligen Menschen selbst und seiner Umgebung gelegen, wie sich seine Gegebenheiten entwickeln und was aus seiner Gegebenheit wird. Es reicht längst nicht mehr aus, zwischen Mann und Frau zu unterscheiden und einzig diesbezüglich auf die Förderung von Individualität einzugehen. Wir Menschen unterscheiden uns auch in unseren Veranlagungen und wenn diese nicht entsprechend ihrer Gegebenheit als Besitzverhältnis gehändelt werden, führt dies zur menschlichen Degeneration. Man stelle sich vor, alle Menschen würden ausschließlich als Neutrum in ihrer Entwicklung gefördert (was ja tatsächlich Sachbestand der Gegenwart ist). Würde es dann noch Männer geben? Würde es dann noch Frauen geben? Ja, denn es ist ihnen ja substanziell gegeben und zwar nicht nur körperlich, sondern vor allem auch mental-sinnlich. Jedoch würde dies selbst in der Heterowelt dazu führen, daß sich Männer und Frauen nicht in ihren spezifischen Eigenschaften entwickeln und somit ergänzen könnten (ditto: was ja tatsächlich Sachbestand der Gegenwart ist). Wozu außer der Fortpflanzung und materialisierten Erbfolgeerfüllung würden diese noch Gemeinschaften eingehen (ditto: was ja tatsächlich Sachbestand der Gegenwart ist)?

Sie würden wie Nichtheterosexuelle herumirren durch eine fremde Welt, in der sie suchen nach Sinnlichkeit und Erfüllung. Und zwar nach Sinnlichkeit und Erfüllung die befriedigt.

Und somit kommt es auch einzig darauf an, was man fördert

Die Befriedigung seiner selbst oder die anderer,
die Befriedigung seiner selbst zur Befriedigung anderer,
die Befriedigung anderer zur Befriedigung seiner selbst
oder
die Befriedigung des gemeinschaftlichen Inhaltes!

Jörg Lenau
Galmerstr. 36
65549 Limburg/Lahn
Tel/SMS: 0171-3309037
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