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PRINZIPIEN DES SEINS

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Die Funktionalität substanzieller Präsenzen

Die mentalen Organe

Das Sein erfahren wir über die Wahrnehmung der Perspektivenschauen der äußeren und inneren Sinne, koordiniert hervortretendend als Bewußtwerdung über den Bewußtsinn, in Verbindung mit den geistigen Projektionen aus der Erinnerung, worüber sich unser reflektives Verhältnis zum Einheitswesen des Seins ergibt.

Die Vielfalt existenziellem Seins besteht aus schier unendlich vielen individuellen Varianten, jedoch funktioniert das Sein als solches nach klaren einheitlichen Prinzipien, worüber dies hervortritt. Diese Prinzipien aus der Vielfalt herauszufiltern, bedingte mir vieler Jahre, um sie in Erfahrung zu bringen. Als grundlegendes Handikap erwies sich, daß wir mit Verständnissen über das Sein gefüttert werden, die sich zumeist als rein geistig ideologische Dogmen erweisen. Gerade die Beschäftigung damit verdeutlichte mir hingegen den zusätzlichen und ausgehenden Kern der bedingenden Inbetrachtziehung, daß wir mit zwei Bezugsverhältnissen zum Sein konfrontiert sind: der sinnenvermittelnden Wahrnehmung und der geistigen Vorstellung. Und da Wahrnehmung und Vorstellung aufeinander einwirken, so ist in erster Instanz dieses Verhältnis des Selbst zum Sein als grundlegendes Selbstverständnis in Erfahrung zu bringen. Hieraus ergibt sich, daß die (Er-)Kenntnisse über das Selbst und das Sein in ihrer unmittelbaren Verbundenheit zu erachten sind, ohne das ein tatsächliches Realitätsverhältnis überhaupt nicht entstehen kann, denn jegliches substanzielles Selbst geht in seinem Verbund mit dem Sein einher - nichts existiert für sich isoliert - jegliches Sein ist eingebunden in das kollektive Dasein. Die Symbiose ist somit grundlegender Bestandteil des Seins, in welcher sie sich gemäß des Ideals darin entfaltet.

Über die Wirkungen, welche aus unserem Selbst hervortreten, kombiniert mit den Wirkungen, welche über die Sinne von außerhalb aufgenommen werden und sich über das Kombinat daraus das innere reflektierende Wirken gestaltet, zeigt sich uns das Selbst als solches und dessen verhältnismäßige Präsenz im Sein. Und über das Erweitern an Erfahrungen an substanziellem Selbst in Anderem erweitert sich auch das Verhältnis des Sichtens des Seins, worüber die Prinzipialität in Erfahrung gebracht werden kann über die darüber sich aufweisende Funktionalität. Da einzig im eigenen Selbst das Innere derart erfahrbar ist, bildet dies auch die Grundlage für das generelle Verständnis des Seins. Darüber zeigt sich vor allem auch, wie es sich zwischen dem inneren und äußeren Dasein verhält, sich das Verhältniswesen der Wirkungen voneinander unterscheidet und das Selbst darüber überhaupt ausmacht. Es gibt somit zwei Verhältnisse, worüber das Sein nicht rein über die Wahrnehmung faßbar ist, zum Einen aufgrund dieser Substanzwesensart und zum Anderen aufgrund des unaufhaltsamen Flusses der stattfindenden Abläufe, dem noch hinzukommt, daß ein Selbst nicht rein aus sich selbst heraus existiert. Aufgrund dessen bedingt es zum tatsächlichen Ersehen der Gegebenheiten auch der Kenntnisse über die jeweilige 'bedingende Funktionalität', sodaß in der Gegenüberstellung des Bildnisses des Prinzips das jeweilige Seinsverhältnis auch in seiner statischen Präsenz ersichtlich wird. Die Wahrnehmung ist somit auch das, was das im Fluß von Werden, Sein und Vergehen sich Befindende als solches vermittelt, wohingegen es der Vorstellung bedingt, um es in seiner Relation der funktionalen Präsenz in Erfahrung zu bringen. Elementar ist hierin, daß die Funktionsweise dem jeweiligen Präsenten nicht gegeben ist, sondern Werden, Sein und Vergehen darauf beruhen, inwiefern sich gemäß der Funktionalität eine Präsenz ergibt. Die substanzielle Funktionalität ist (im Gegensatz zur allgemeinen Inbetrachtziehung!) nicht Bestandteil der substanziellen Präsenzen.

Die Substanzen, worüber es sich vermittelt und die Wirkungen, welche sich darüber vermitteln, sind die beiden Bestandteile, worüber sich das Sein im Bezugsverhältnis der Funktionalität aufklärt. Es ist somit primär eine Frage der Entfaltung darin, worüber sich das Ersehen ergibt. Und somit ist mir auch meine eigene Entfaltung der Meilenstein im Leben, über den es mir zu berichten gilt. In meinem ersten Buch geht es dem entsprechend auch zunächst einmal um die Aufklärung über das Substanzielle und unser Verhältniswesen dem gegenüber. Wie man in der Physik mittlerweile erkannt hat, so kann man die raumausfüllende Substanz und somit, was man als Materie(ll) in Betracht zieht, gar nicht ermitteln - als solches in Erfahrung bringen. Was man hingegen nicht erkannt hat ist, daß wir einzig in Erfahrung bringen können, was uns die Wahrnehmung vermittelt und somit einzig Wirkungen, sodaß sowohl dem Menschen, wie auch technischen Konstruktionen, einzig dies in direkter Weise ersichtlich gemacht werden kann. Es handelt sich um zwei Bestandteile, deren es der substanziell unterscheidenden Erachtung bedingt: der raumausfüllenden Substanz und der Wirksubstanzen. Die Beschäftigung mit dem Bewußtsein (resp. Psyche) führte es mir vor Augen, wie es sich damit verhält und darüber klärt sich auch das Verhältniswesen dessen auf, indem nämlich über das Wirkwesen die Substanz einzig indirekt ersichtlich ist (nicht nur im inneren Selbst verhält es sich derart, sondern generell). Und letztendlich zeigte sich mir darüber auch, daß die Funktionalität nicht als Bestandteil der Wirkwesen einher geht, sondern sich das Wirkwesen daraus ergibt. Es ist nicht Bestandteil des jeweiligen Selbst, sondern erwirkt das Werden, Sein und Vergehen des Jeweiligen. Verfänglicherweise bleibt dies dem Physikalismus verschlossen, da darin einzig existiert, was den Augen ersichtlich gemacht werden kann, dem gegenüber man in der Philosophie und Psychologie einzig das geistige Einhergehen in Betracht zieht. Dem gegenüber ist die Funktionalität des Menschen derart eingerichtet, um das Sein gemäß seiner Präsenz zu erfahren, was es mir zu vermitteln gilt.

Homepage: Die substanzielle Beschaffenheit - Bewußtsein

Wie sich mir aufweist, so stoße ich hierin auf einen gravierenden kulturellen Mißstand, worin das Selbst immer mehr außen vor gerät, nicht nur des Menschen Selbst, sondern jegliches Selbst. Alles miteinander erfährt einzig noch eine äußerliche ausgrenzende Erachtung. Wie es dazu kommen konnte und was es damit auf sich hat, ist somit auch zu einem wesentlichen Teil meiner Ergründung geworden. Wo Licht ist, ist auch Schatten, sagt man und da es den Schatten gibt, so kann man seine Präsenz nicht ignorieren, denn was wäre das Licht ohne Schatten? Es wäre nicht das, was es ist. Und so trifft man bei mir auch weiträumig die Beschäftigung mit der Kontroverse an, denn sie verschafft dem Sein seine erforderliche Individualität, worüber es auch seine spezifizierende Beschreibung erfährt. Es ist das Einheitswesen, welches man darüber im Kern seiner Wesensart von Gemeinsamkeiten, Ergänzungen und Widersprüchen erfährt. Und da kein isoliertes Etwas existiert und es sich somit generell um Einheiten und Einheitsverbündnisse handelt, welche dem gemäß unser erfahrbares Erleben ausmachen, so ist dies auch der Grundstock der Inbetrachtziehung. Dies tritt im Besonderen in der Einheit des Menschen im Verbundswesens seiner anteiligen Glieder hervor und da man hierin antrifft, was es zu (v)ermitteln gilt, alles miteinander darin präsent ist und vor allem einzig hierin Subjekt und Objekt eins sind, so ist das Sein auch primär aus diesem Selbst erfahrbar. Wie kann hingegen der Mensch sein, ohne sein Selbst, welches über die stattgefundenen kulturellen Entwicklungen außen vor geraten ist und man damit konfrontiert wird, daß es nur noch eine Physis, aber keine Psyche mehr gibt? Sachstand ist, und darüber klärt es sich auf, daß er damit ausgestattet ist und dies somit auch nicht ignorieren kann. Der Mensch lebt es und erfährt es über sein Wirken und gerade dieses Selbst gilt es mir dieser Situation des außen vor stellens gegenüber zu stellen. Das Selbst ist dem entsprechend auch die zentrale Beschäftigung, welche man hierin antrifft, denn einzig über dieses Sein zeigen sich sämtliche Gegebenheiten - die im Inneren und im Äußeren - einzig hierüber ist alles miteinander ersichtlich, wohingegen man im rein Äußeren das Innere nicht erblicken kann.

Die substanzielle Beschaffenheit - Bewußtsein

So möge man sich über meine Homepage mit meinem ersten Buch und meinen Programmen anfreunden und auf dieser Seite mit der Entstehung meines zweiten Buches und sich mit dem damit verbundenen Erlebensgehalt erfüllen. Es ist wahrlich eine Entdeckungsreise, dem man sich nicht entziehen kann, insofern man sein Selbst erfährt und sich darüber die entfaltenden Wirkungen zeigen. Kulturgeschichtlich erweist es sich gar als eine Erfüllung eines Fasses ohne Boden, welches sich über die Manipulationen des Vergangenen hierin einstellten. Es ist der Mensch, welcher hierüber in Erscheinung tritt im Gegenüber all seiner Bildnisse darüber. Diese Bildnisse können sehr wohl nach außen und zu anderen dringen, wie man dem Meinigen entnehmen kann und keineswegs ergibt sich hieraus ein rein subjektives Verhältnis, sondern im Gegenteil, gemäß dem es mir gilt, dies darzulegen. An sich bedingt es keiner solchen Beschreibung, damit der Mensch gemäß seiner eingerichteten Funktionalität auch funktioniert und wie sich aufweist, so führen die im Umlauf befindlichen Verfälschungen dazu, daß diese Funktionalität nicht nur durcheinander gerät, sondern gar den regulären Erfordernissen aufgrund dessen auch nicht entsprechen kann. Widersprüche sind unausführbar und so führen diese geistig gebildeten Präsenzen auch zu entsprechenden Blockaden. Und so hoffe ich, daß ich das dazugehörige Gestaltwerk aufzubringen vermag, um darüber zur erforderlichen Deregulierung beizutragen. Der Mensch ist, wie er ist und kein anderes und gerade hierin befindet man sich noch in der Entwicklung der Erkenntnisse darüber, was es damit auf sich hat. Welche Erkenntnisse jedoch tatsächlich solche sind, gerade dies gilt es herauszufiltern und von dem zu trennen, was sich als reine Spekulation entpuppt. Dazu sind wir mit dem Verstandeswesen ausgestattet, um darüber die Verhältnisse des Seins als solche gegenüber dem Wahrnehmungs- und Vorstellungswesen abzuklären, damit das Illusionäre seine Einschränkung erfährt und sich ein Realitätsbewußtsein bilden kann, dem es bedingt, um den gegebenen Kapazitäten des Seins ihren Raum und damit die Gegebenheiten zu verschaffen, dessen es bedingt, um menschlich zu sein.

BUCHVERÖFFENTLICHUNG
 
Die substanzielle Beschaffenheit
Bewusstsein

Die substanzielle Beschaffenheit - Bewußtsein
Handeinband Halbfranzband Marmorpapier
Buchbinderei Diller in Frankfurt

Zunächst noch ein Tip für Diejenigen, welche sich für die alten Originale interessieren, zu denen ich jeweils auch per Link verweise: zum Erlesen der Frakturschrift bedarf es nichts anderes, als diese zu 'erlesen', denn bis zurück ins 16. Jh. ist die deutsche Sprache nicht sonderlich anders (in diesem Bezugsverhältnis), sondern maßgeblich ist es das Schriftbild. Die Fraktur basiert auf der mit Feder gezeichneten kalligraphischen Schrift, gegenüber der römischen in Stein gemeißelten Keilschrift und deren Präsenz als solche hat NICHTS mit der Nazizeit zu tun. Viele der Buchstaben sind auch nicht sonderlich anders in ihrer Grundgestalt, sodaß man beim Lesen zunächst einmal das liest, was lesbar ist und systematisch dann über den Inhalt die jeweiligen unlesbaren Buchstaben ergänzt. Mit der Zeit werden dann automatisch auch diese Buchstaben erkenntlich. So weit es mir möglich ist, verwende ich auch generell die Originalschriften, denn wie mir meine Erfahrung aufzeigt, so gibt es nur sehr wenige 'Interpreten', welche überhaupt das Original gemäß des Aufgebrachten wiedergeben, hingegen Andere ihr Eigenes, weitläufig gar höchst willkürlich dort hinein interpretieren, was weitläufig zu völligen Verfälschungen geführt hat. Generell sind Worte und Aussagen niemals identisch mit dem Original, insofern beides nicht identisch ist, worüber es sich auch als Interpretation davon differenziert. So bringe ich hier auch bewußt das Original, Zitate daraus, sowie auch das, was sich mir darüber vermittelt, im Kombinat miteinander auf (soweit mir der Zugriff darauf gegeben ist - dem gegenüber ich jedoch einzig der deutschen und englischen Sprache mächtig bin), sodaß man sich dies auch entsprechend vor Augen führen kann. Mein Fokus liegt hierin vor allem darauf, wie die jeweilige Erkenntnis zustande kam, denn darüber zeigen sich die Leitlinien. Man bedenke auch, daß die Gegenwart 'als Resultat' der Vergangenheit einher geht und sich somit 'das kausale Sein' der Gegenwart auch einzig in Verbindung mit der Vergangenheit in Erfahrung bringen läßt. Auch dies ist ein grundlegender Bestandteil unseres Seins und somit bedingt es auch diesem seine besondere Aufmerksamkeit zur Erkenntnis über das Dasein.

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Der Entwurf zum 2. Buch

Die Funktionalität substanzieller Präsenzen

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Philosophie/Psychologie, Wissenschaft und das Meinige im Nebeneinander

Die Entstehung des zweiten Buches,
in welchem ich spezifisch auf die Details eingehe
und Bezugsverhältnisse der Erkenntnisse anderer mit einbinde.

In meinem zweiten Buch, welches ich hier aufbereite, gilt es mir, die Details der Funktionalität spezifizierend auszuführen. Hierzu bringe ich Autoren mit ein, welche dem gemäßes oder Bezugsverhältnisse aufgebracht haben, um dem Ganzen eine noch ausführlichere Erläuterung zu verschaffen. Meine Bewandtnis besteht darin, die Dinge auf den Punkt zu bringen, dem gegenüber diese Inputs dem wiederum das entfaltende Spektrum verschaffen, sodaß es sich umfänglicher darüber vermittelt. Vor allem sind diese Autoren und dessen Aufbringen nicht unbekannt, wobei dies über mein Bezugsverhältnis eine neuere Sichtweise erfährt. Primär geht es hierin um die Wirkungspräsenzen der mentalen Organe und der ausführlichen Erläuterung der sich aufweisenden jeweiligen Funktionalität, aufgrund dessen sie als solche erfahrbar ersichtlich sind und darüber ihre Präsenz aufweisen. Wie man dem Schaubild entnehmen kann, so ergaben sich mir hierin Sichtungen substanzieller Präsenzen, welche allgemein in Anbetracht mentaler Organe unbekannt sind (wobei man generell mentale Organe generell als solche nicht in Betracht zieht), es sich jedoch um Bekanntes handelt, gemäß dem man es bezeichnenderweise benennt. Es ist somit als solches nicht unbekannt, jedoch erfährt es über meine Darlegung ein anderes substanzielles Verhältnis. Dies befindet sich zunächst noch in der Rohfassung, welche ich nach und nach erweitere und konstruktionell ausgestalte. Es erfährt somit zunächst einmal das informelle Aufbereiten, worüber man sich jedoch bereits umfangreich informieren kann über die Erläuterungen. Im Vorfeld gilt es mir jedoch noch auf einige Prinzipien einzugehen, deren Erachtung es generell bedingt, um sich dieses aufweisende Verhältniswesen ersichtlich werden zu lassen. Primär bedingt es nämlich des Verständnisses für die Funktionalität der Wahrnehmung, worüber das Substanzielle und die Funktionsweisen ersichtlich gemacht werden können. Die Wahrnehmung ist der funktionale Bestandteil, welcher zwischen dem Sein und dem Erfahren dessen steht und somit bildet das Verständnis dafür auch die Grundlage für alles Weitere. Auch für dieses Buch steht meine Seite bei Facebook zur Verfügung, um darüber in Dialog zu treten, zur Sache, mit mir oder auch mit anderen.

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Gemeinsamkeiten & Ergänzungen ↔ Widersprüche

Da ich meinen Werdegang die ersten beiden Jahrzehnte ohne die Vorlagen von Lehren praktizierte, sie gar als die Verursacher meiner entstandenen Mißverhältnisse erkannte, waren sie mir auch generell nicht ins Auge gefaßt. Hingegen war mir im Verlaufe die Sprache zu einem Werkzeug geworden, um mir spezifizierende Klarheiten zu verschaffen. Erst im Bestreben, anderen das Meinige zu vermitteln, ergab sich mir die unausweichliche Notwendigkeit, mich mit den diversen Lehren und Ideologien zu beschäftigen, da sie mir unausweichlich als dogmatische Hemmnis gegenüber stehen, die es zu überwinden gilt. Hiermit begann das systematische Ergründen der diversen Entwicklungen und den Hintergründen deren Präsenz. Zunächst im Groben rückwärts gehend bis zu den alten Griechen, bin ich seitdem auch dabei, die Details zu hinterfragen, was es damit auf sich hat, daß ich primär mit einer solchen Unkenntlichkeit und sekundär mit der sich aufweisenden Widersprüchlichkeit gegenüber meinem Aufbringen überhaupt konfrontiert bin. Mittlerweile ersehe ich darin auch, daß es sich gleichermaßen aufklärt, wie die Natur des Seins, nämlich im Verhältnis des Daseins von Gemeinsamkeiten, Ergänzungen und Widersprüchen, sodaß ich dies auch ganz bewußt mit einbinde in meine Darstellungen, da es letztendlich darum geht, das Sein im Sein in Einklang zu bringen und sich darüber wiederum aufzeigt, wie es sich damit verhält. Des weiteren ersehe ich es auch als ein hilfreiches Mittel, um anderen das Meinige über vorstellungsgemäße Sprachkenntnisse näher zu bringen, dessen es letztendlich zwar des Erlebensinhaltes, primär jedoch der kommunikativen Hinleitung bedingt. Zum Anderen ist von mir die Quantität gar nicht aufzubringen, derer es bedingt, um meine aufbringenden Prinzipien in ihrer Vielfalt der Anwendung darzubieten, gemäß dem ich mich auch grundsätzlich dem Ergründen des Qualitativen verschrieben habe. Es gibt vielfältige Fragmente, worin mein Aufbringen enthalten ist, jedoch nicht aus dieser spezifischen Betrachtungsweise seine Erachtung findet. Gerade darüber erfährt es aber auch die Ausweitung der bezugsverbundenen Klarheit (auch für mich selbst).

Das Verhältnis der Einheiten des Seins gemäß der Gemeinsamkeiten, Ergänzungen und Widersprüche zeigte sich mir zunächst im menschlichen Umgangsverhältnis, jedoch erkannte ich im Verlaufe darin das generelle Einheitsprinzip des Seins als das Verbindende über die Gemeinsamkeiten und Ergänzungen und das Abgrenzende zu Widersprüchen. Grundlage dessen ist, daß in der Natur des Seins keine Widersprüche existieren (können). Hierzu gilt es, sich zu verdeutlichen, daß es kein einzelnes 'isoliertes' Unteilbares (Atom) gibt, da der gesamte Raum erfüllt ist und somit von Grund auf das Sein auch mit Einheitsverbünden einher geht, gemäß dem wir es erfahren (es ist nur geistig theoretisierend isolierbar, nicht hingegen im Sein selbst!). Widersprüche gibt es einzig in den geistigen Bildnissen, gemäß dem unser Verstandeswesen funktional darauf eingerichtet ist, diese gegenüber dem Bezugsverhältnis der Wahrnehmung als solche zu identifieren, um darüber das Illusionieren einzuschränken (über diese Aktiva erkennt man das Verstandeswesen). Betrachtet man sich hierzu einmal die sich aufweisenden Prinzipien der (klassischen) Chemie, so zeigt sich gerade auch darin in aller Deutlichkeit dieses Verhältnisbildende und -abgrenzende von Einheiten und Einheitsverbünden, sowie auch das Molekül den Grundsatz des Prinzipes des Verbundes beinhaltet. Ein weiteres Musterbeispiel erfahren wir im Sprachverhältnis über die Synonyme, worin ein verbindendes Gemeinsames mit einem Unterscheidenden Verbünde darlegen und sich von anderem abgrenzt. Hierüber ergibt sich auch das Prinzip der Kategorisierungen des Daseins in diesem Koordinierungs- und Abgrenzungsverhältnis (worin bestehen die Gemeinsamkeiten, Ergänzungen und Widersprüche). Gerade darüber bildet sich das erforderliche Grundverständnis für das substanzielle Sein, da sich darüber das weitreichende Spektrum einerseits in seinen elementaren Formen abbildet und gleichzeitig auch wiederum abgrenzt gegenüber dem (geistig illusionierenden) Nichtsein in seinem Sein.

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Wahrnehmung & Vorstellung ↔ Sein

Einleitend gilt es ebenfalls, sich das Wahrnehmungsprinzip in seinem Verhältniswesen vor Augen zu führen. Das objektive Ersichten eines (hausgroßen) Würfels ist von einem Punkt aus in keiner Weise zu erlangen, egal von wo aus man diesen in Betracht zieht. Selbst von zwei relativ gegenüberliegenden Punkten ist dessen Dreidimensionalität nicht endgültig ersichtlich. Erst ab einem Verhältnis eines Dreiecks ergibt sich das Sichten seiner dreidimensionalen Präsenz. Gemäß dem Prinzip resultiert die Objektivität aus der Summe subjektiver Betrachtungen. Die Ersichtung des Würfels findet hierin jedoch einzig von außen statt, worüber das Innere nicht ersichtlich ist. Nimmt man hingegen die Betrachtung dessen von innen vor, ergibt sich ein ganz anderes Bildnis, welches in keiner Weise dem Äußeren gleich ist. Es sind zwei völlig unterschiedliche Wirkungsverhältnisse (Seinsverhältnisse!). Der maßgebliche Unterschied hierin: das jeweilige Selbst ist einzig aus diesem selbst heraus in seinem Eigenwirken ersichtlich (der Präsenz seines Selbst!), wohingegen man im Äußerlichen einzig reflektierende Wirkungen erfährt. Hierauf basiert auch das Differenzierungsverhältnis unseres eigenen Innen- und Außen(er)lebens. Betrachtet man sich selbst aus seinem Innenerleben heraus, erfährt man ein völlig anderes Ersichten, als über die Außenbetrachtung. Entscheidend hierin ist, daß man in seinem Selbst grundsätzlich über beide Perspektivenverhältnisse verfügt, da wir für beiderlei Verhältnisse eingerichtet sind und somit auch mit einer inneren und äußeren Wahrnehmung, welches beides miteinander im Inneren in Erscheinung tritt. Nachfolgend hierzu einmal die Verbildlichung des differenzierenden Wirkungsverhältnisses.

Würfel

Eine Erkenntnis der alten Griechen lautet, daß in einer handvoll Sand die gesamte Weisheit steckt. Dies verfolgt man dem gemäß in der Philosophie in Anbetracht des Haufens und in der Physik in Anbetracht des Einen. Weder noch bildet jedoch das Sein ab, wie es ist, sondern es bedingt der Inbetrachtziehung des Selbst in seinem Verbundverhältnis mit dem Ganzen. Die Kugel entspricht dem Selbst und das Bildnis dem Wirkungswesen des Seins. Es ist, so wie es ist, über die Wirkungen den Sinnen ersichtlich. Aufgrund der Verschlossenheit des inneren Selbst ist einzig aus dem Selbst heraus das Sein in seinem ganzen Umfange erfahrbar, gemäß dem wir es über unsere eigene menschliche Präsenz erfahren. Es bedingt somit beider Sichtweisen, die uns über unsere Sinne vermittelt werden und im Inneren miteinander ersichtlich sind. Gemäß dem wird auch jegliches andere Sein einzig aus diesem Verhältnis des inneren Selbst heraus ersichtlich.

Das Ersichten des Selbst wurde mir einst zum Meilenstein in der Ergründung der mentalen Veranlagungen im Unterbewußtsein. Hierüber zeigte sich mir dieses generelle Prinzip. So ist denn auch die Innenansicht seines Selbst der Grundstein für das Erfahren nicht nur seines eigenen Selbst, sondern der Grundstock der Ersichtung des Seins generell. Die sich aufweisenden inneren Präsenzen und deren Wirkwesen sind von außen nicht ersichtlich, dem gegenüber sich jedoch jegliches äußere Sichten dem Inneren vermittelt, sodaß hierin beides miteinander kombiniert im Inneren in Erscheinung tritt. Der Blick nach draußen ist hierin prinzipiell ein Sichten aus dem Selbst heraus, selbst wenn die Aufmerksamkeit einzig auf die äußeren Sinne gerichtet ist, denn es sind die inneren Sinne, welche dies verarbeiten und uns ersichtlich werden lassen. Hierüber zeigt sich, wie es sich prinzipiell damit verhält im Bezug auf jegliches Einheitswesen, daß nämlich das Innere nicht selbst zum Äußeren gelangt, sondern über das äußere Einwirken einzig Reflektionen daraus hervortreten, welche jedoch nicht das Selbst beinhalten, sodaß auch generell einzig das jeweilige Selbst aus diesem selbst heraus erfahrbar ist.

Man wird feststellen, daß die hauptsächliche Beschäftigung hierin die der Wahrnehmung ist, worüber sich all das darbietet, was ich darlegen werde. Somit bedingt dies auch, neben der Erachtung des Differenzierungsverhältnisses des Inneren und Äußeren, primär der klaren Unterscheidung von Wahrnehmung und Vorstellung, denn die geistige Vorstellung bringt nicht die Wahrnehmung hervor, welche uns die Sinne vermitteln, sondern Abbilder von Versinnbildlichungen dessen und somit enthalten sie vor allem einen Bestandteil grundsätzlich nicht, nämlich das Sinnliche. Hierin tritt somit ein ebensolches Verhältnis auf, worin man das Gesamte einzig aus der einen Sicht erfahren kann und zwar über die bewußtwerdende Wahrnehmung über den Bewußtsinn. Was es damit auf sich hat, werde ich in Verbindung mit dem Funktionswesen im weiteren Verlauf ausführlich erläutern, denn es bildet den Kern dessen, worüber all das ersichtlich wird, was ich im weiteren darlege, sodaß der konstruktionelle Aufbau dieses Werkes vor allem auf dieses Verhältnis und auch dessen Mißverhältnisse hin eingerichtet ist.

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Selbst & Sein ↔ Wirkung(sverhältnis!)

Warum somit nicht nur die Physi(kali)sche, sondern auch die philosophisch-psychologische Inbetrachtziehung von ihrem Grundprinzip her einzig eine Außenperspektivische ist, gilt es mir zusätzlich darzulegen. Es handelt sich hierbei keineswegs darum, daß man keine Erforschung aus dem Inneren heraus praktiziert (im Gegenteil, wie ich aufzeigen werde), sondern beruht darauf, daß man im Inneren einzig Ersichtungen im Verhältnis des Geistigen in Betracht zieht, wobei es sich jedoch um Spiegelbildnisse handelt, da hierin nicht der Vorgang der Bewußtwerdung in Betracht gezogen wird, sondern des Bewußtseins, dessen elementare Unterscheidung einer weiteren Erachtung bedingt. Dies beruht darauf, daß man im Inneren einzig einen Geistbezug überhaupt in Betracht zieht und kein anderes überhaupt in Erwägung zieht! Der Geist ist jedoch nicht das Wahrnehmende, sondern dieser projiziert die hervortretenden Vorstellungen aus der Erinnerung heraus. Der Geist ist rein ein Projektor im Bezug des Wahrnehmungswesens. Hierin besteht die elementare funktionale Unterscheidung von Wahrnehmung und Vorstellung. Bewußtwerdung (der Vorgang der bewußt hervortretenden Wahrnehmung) und Bewußtsein (sich in der Inbetrachtnehmung dessen kontinuierlich bewußt zu werden) sind zwei unterschiedliche Gegebenheiten. Der fließende Vorgang der bewußtwerdenden Wahrnehmung findet abseits des Geistes über den Bewußtsinn statt, wohingegen das statische Bewußtsein über die geistige Reflektion bewirkt wird und ebenfalls über den Bewußtsinn hervortritt. Darin besteht der substanzielle funktionale Unterschied zwischen bewußter Wahrnehmung und Vorstellung, daß sämtliche bewußtwerdende Wahrnehmung über den Bewußtsinn hervortritt und es sich bei den geistigen Vorstellungen um Projektionen aus der Erinnerung handelt. Man verdeutliche sich das funktionale Prinzip an nachfolgendem Schaubild.

Bewußtsinn

Gravierend hierin ist darüber hinaus die Zweiseitigkeit des Wahrnehmungsverhältnisses des Bewußtsinns, sodaß man regelrecht in zwei Richtungen blickt und in Verbindung mit dem Zirkelwesen im Verbund mit der Erinnerung und dem Geist ergibt sich auch diese absondernde Betrachtungsweise, worin das Unterbewußtsein und somit seine funktional wirkende Präsenz im Verhältnis von Unbewußtsein einher geht. Nicht nur das Unterbewußtsein, sondern auch der Bewußtsinn selbst tritt hierin einzig als Unbewußtes in Erscheinung, da in dieser Richtungsorientierung im Verhältnis geistiger Projektionen einzig reflektierte Ver(sinn)bildlichungen aus den Erinnerungen heraus hervortreten, nicht jedoch der Ursprung der bewußtwerdenden Wahrnehmung, sodaß auch das Empfindungs- und Gefühlswesen über diese Blickrichtung ebenfalls nicht in Erscheinung treten kann. Um dies ersichtlich werden zu lassen, bedingt es somit der einzurichtenden Aufmerksamkeitsteuerung auf beide Richtungswesensarten und das Händling miteinander in Einklang zu bringen. Im angezeigten nachfolgenden Bildnis die Gegebenheit der diversen funktionalen Präsenzen von Über- und Unterbewußtsein, wohingegen beim anklicken das Bildnis erscheint, worin über die geistige Fokussierung nur ein Bruchteil dessen zur Wahrnehmung gelangt. Das Markante hierin ist, daß wenn eine Kamera sich selbst im reflektierenden Spiegelbild sieht, sich zwar selbst wahrnimmt, das Erkennen jedoch ein anderer Vorgang ist. Der maßgebliche Punkt hierin ist somit, daß der Bewußtsinn nur die Wahrnehmung, jedoch nicht das Erkennen hervorbringt, sondern dies einzig über die Erinnerung in Verbindung mit der geistigen Projektion stattfindet, sodaß dieser Effekt zustandekommt, daß der Bewußtsinn darüber nicht in Erscheinung tritt, insofern dieser nicht als solches in erkenntlicher Erachtung ist. Man verdeutliche sich dies an sich selbst, wie es sich darin verhält und staune über diesen Effekt des gravierenden Unterschiedes.

Bewußtwerdungsbezug

Maßgeblich ist hierin die Perspektiven- und die Aufmerksamkeitssteuerung, worin beides einerseits reflektorisch wirkend stattfindet, jedoch auch der bewußten Steuerung unterliegt und das Verbundwesen von Wahrnehmung und Vorstellung das Einheitswesen darin hervorbringt. Hierüber gestaltet sich auch die eigentliche Inbetrachtnahme des Selbst, welches in seinen veranlagten Gegebenheiten im Unterbewußtsein anzutreffen ist, sodaß auch dies einzig ersichtlich wird, insofern man es in Betracht zieht. Zwar kommen die diversen sinnlichen Wirkungen und Reflektionen von dort und sind 'an sich' nicht übersehbar. Wie man jedoch der allgemeinen präsenten Gegebenheit entnehmen kann, so ist dies doch möglich, nämlich über die stattfindende Manipulation geistiger Präsenzen, denn Wahrnehmung und Vorstellung gehen miteinander im Kombinat einher und wirken somit aufeinander ein. So wird man in meinen Ausführungen auch den kulturellen Hintergrund erfahren, was es mit dem jeweiligen Ausgrenzenden auf sich hat, welche allesamt auf Ideologien basieren, worin der Mensch eben nicht die Grundlage des Substanziellen bildet, sondern anderes, dem der Mensch untergeordnet wird. Und gemäß dem Erscheinen, welches sich hierüber darbietet, sogar gänzlich ausgegrenzt wird in seiner Substanz an Menschlichkeit. Mir gilt es dem gegenüber aufzuzeigen, was mir die präsente Funktionalität aufweist, nämlich wie der Mensch in seinem Einheitswesen funktional eingerichtet ist.

Außenperspektive  ←   Innenperspektive    →   Außenperspektive
Philosophie/Psychologie, Wissenschaft und das Meinige im Nebeneinander

Beiderlei Mißverhältnisse basieren auf dem des rein objektiv Erachtenden, in Ausgrenzung des Subjekts. Die Ersichtung kann einzig in Anbetracht des wahrnehmenden Subjekts und somit über den Bewußtsinn stattfinden, worüber sämtliche Perspektiven in Erscheinung treten. Es ist somit aber auch kein Sachstand des Könnens, sondern einzig eine Sache der ermessungsmäßigen Erachtung, wie ich über die diversen aufzeigenden Autoren darlegen werde, denen die Sichtung sehr wohl in Erscheinung tritt, jedoch deren Aufbringen nicht die erforderliche Erachtung erfährt. Es wird nämlich funktional bedingt zwangsläufig sehr wohl ersehen. Da es jedoch nicht als solches in Betracht gezogen wird, erscheint es aufgrund dessen auch einzig als ein Unbewußtsein. Hinzu kommt, daß die Abläufe ineinander übergehen und alles miteinander kombiniert einhergeht, sodaß überhaupt erst in Anbetracht des funktionalen Vorganges das Jeweilige gemäß seines Erscheinens ersichtlich wird. Es verhält sich jedoch mit den mentalen Organen nicht anders, wie mit den Körperlichen, worin man auch nicht in Frage stellt, ob es sich bei dem von den Augen Vermittelten um ein Sehen der Augen handelt, sondern dies stellt sich als Selbstverständlichkeit aufgrund der stattfindenden Anwendung. Gleiches gilt jedoch für die Sinne im Inneren, insofern sie die entsprechende Erachtung erfahren, worüber sich diese Selbstverständlichkeit gleichermaßen darin ergibt. Ich kann dies über die Praxis bestätigen, worin es sich mir nämlich gemäß dem auch ergibt. Man bedenke in all dem, daß zwischen dem jeweiligen Sein und dem Selbst die Wahrnehmung steht, welche das Verbindende der Wirkungen vermittelt, dem gegenüber sich das Selbst auch dem Sein zuwenden muß, da sich ansonsten die vermittelnden Wirkungen ihm nicht zeigen. Es ist die Aufmerksamkeit, worüber sich dies steuert. Meinerseits kann ich nur darauf hinweisen, was ersichtlicherweise präsent ist, hingegen bedingt es auch der Erachtung des jeweiligen Selbst, um es sich ersichtlich werden zu lassen. Auch das kann man nicht von außen erlangen, sondern einzig über das jeweilige innere Selbst.

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Unterbewußtsein & Überbewußtsein ↔ Physis

Als maßgeblich bezüglich meiner Entwicklung der Weite und Qualität der Ersichtungen erweist sich meine ausgiebige Beschäftigung der ersten beiden Jahrzehnte mit den mentalen Veranlagungen des Unterbewußtseins, dem gegenüber ich ganz speziell das Geistige und Sprachliche in ihrer Eigenständigkeit absonderte. Damit verbunden erwirkte dies mir auch das Spezifische der Unterscheidung von Empfindung, Gefühlen und Wahrnehmung zu erkennen, vor allem aber auch das kollektive Konstrukt des Ganzen aus seinem Selbstwirkungsverhältnis heraus in Erfahrung zu bringen. Erst in Verbindung mit den beginnenden Veröffentlichungen habe ich mich spezifisch mit dem Funktionalen im Überbewußtsein beschäftigt. Aus diesem Verhältnis heraus ergibt sich auch dieses sachlich-sprachliche Bündnis der Anwendung, gemäß dem sich das Über- und Unterbewußtsein in seinem Verbund als die substanzielle Beschaffenheit des Bewußtseins stellt, gemäß dem es aus der Sicht des Bewußtsinns heraus im Innern ersichtlich ist, dem gegenüber sich die statische Präsenz an Bewußtsein in Verbindung mit der Reflektion durch die geistige Projektion differenziert. Der Bewußtsinn erhielt seine Bezeichnung gemäß seiner funktionalen Präsenz als mentales Sinnesorgan (das Sinnenvermittelte wird hierüber bewußt). Es handelt sich somit um das umgekehrte Verhältnis, was man anderweitig antrifft, worin man vom Äußeren nach innen blickt und daraus das Innere beschreibt, wohingegen mein Blick vom Inneren nach außen blickt und darauf meine Beschreibungen beruhen. Hierbei meine ich primär das Ich/Selbst im Unterbewußtsein und nicht nur die Inbetrachtziehung aus Sicht des Bewußtsinns, welcher im Verhältnis der Wahrnehmung und Wirkungen keineswegs das Zentrum ist, jedoch das Zentrum, worüber wir alles miteinander bewußt erfahren (können)!

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DIE POLARITÄT

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Im Vorfeld gilt es mir vor allem auch auf das einzugehen, was sich im Bezug auf die einsteigenden Thematiken über die diversen bezugnehmenden Autoren nicht darlegen läßt, jedoch elementar ist für das Verständnis des Ganzen: die Präsenz des Unterbewußtseins über dessen Sinnespräsenz. Gerade auch hierüber gerät das Ganze völlig durcheinander, da es keine Beachtung findet, jedoch bedingt es mir zur Hinführung, daß ich die erforderliche Detaillierung hinten anstelle, hingegen zunächst einmal die Kernpunkte dessen aufbringe, damit diese ihre Berücksichtigung erfahren. Maßgeblich ist hierin vor allem, daß das Ich/Selbst sich im Unterbewußtsein befindet und das Überbewußtsein 'nur' ein zusätzliches Instrumentarium ist. Es sind die mentalen Veranlagungen, welche die Triebe (das sogenannte Vegetative) beinhalten in ihrer Präsenz von Charakter, Begabung, sexueller Konstitution, sowie dem Instinkt, worüber es auch seine nicht nur gemäß des Überlebenstriebes sondern auch des Erfüllungstriebes erfährt. Der Geist ist dem gegenüber nur der Reiter des Pferdes, wie es sich sinngemäß beschreibt. Hierzu gilt es auch, sich die evolutionäre Entwicklung in Betracht zu ziehen, gemäß dem das Überbewußtsein und das Gehirn(!) gleichermaßen eine erweiternde Entwicklung des Grundstockes sind, jedoch nicht der Grundstock selbst. Gerade darüber legt sich noch einmal spezifisch dessen funktionale Einrichtung und Stellung im Gesamtwesen dar. Was es bedeutet, daß dem gegenüber das Unterbewußtsein und die mentalen Veranlagungen derart außen vor stehen, gilt es mir im weiteren noch klarer darzulegen.

Maßgeblich ist damit verbunden auch das fehlende Trennungsverhältnis von Empfindungen und Gefühlen, sowie deren Differenzierung zur Wahrnehmung, was ebenfalls einzig im Verbundsverhältnis des Unterbewußtseins ersichtlich wird. Bei der Empfindung handelt es sich um eine reine Reizwirkung gemäß der Nervenreize, wohingegen Gefühle Reflektionen der mentalen Sinne enthalten. Es handelt sich somit um ein gleiches Verhältnis, wie man im Bezug auf die bewußtwerdende Wahrnehmung gegenüber den geistigen Reflektion erfährt - in dem Einen wird einzig die erlangte Wirkung wiedergegeben und in dem Anderen finden Verknüpfungen mit der substanziellen Präsenz und daraus hervortretende Reflektionen statt. Hierin wirkt die Präsenz als Initiator (Aktiva) und Reflektor (Reaktiva), gemäß dem das erfahrende Verhältnis von Harmonie und Disharmonie hervortritt und bringt darüber auch seine damit verbundene Polarität hervor - das Verhältnis des Selbst zum Jeweiligen gemäß seiner positiven und negativen Wirkungen.

Wie sich mir aufweist, besteht aufgrund dieses fehlenden Bezugsverhältnisses zum Selbst auch das damit verbunde Bezugsverhältnis zur Polarität, was man aufgrund dessen als ein Phänomen erachtet, obwohl sich das Selbst-Sein prinzipiell in diesem Verhältnis darlegt (es gibt kein links/rechts, hell/dunkel, kalt/warm, richtig/falsch, ... ohne ein Dazwischen - vielmehr basiert dies aufgrund des dazwischen stehens!) und vor allem auch die menschliche Individualität im Kern seines Daseins ausmacht. Dies ist Grundbedingung zur Ersichtung des jeweiligen Selbst, da es darüber seine Umsetzung erlangt - ein grundlegender Bestandteil menschlichem Seins its. Darin besteht der Kern der Unterscheidung zur Wahrnehmung äußerer Sinne, denn diese bringen nur die Wirkungsreize hervor, nicht jedoch die Reflektionen (Wahrnehmung/Empfindung ↔ Gefühle). Grundsätzlich fehlt es hierin der Unterscheidung von Sinnes- Wahrnehmungs- und Funktionspräsenz, worin die Organe jeweils gravierende Unterscheidungen des Funktions- und Verarbeitungsprinzips aufweisen. So trifft man auch im Bezugsfeld der Physis nicht auf die erforderliche Unterscheidung von Sinnes- und Wahrnehmungsorganen - im Gegenteil - es wird als Eines in Betracht gezogen. Mit dem Monismus des Einen ist man hierin auf vielfältige Weise konfrontiert.

Grundstock des Menschen Lebensverhältnis ist das sogenannte Vegetative. Hierin steckt das Selbst dessen autonomen Wirkwesens und damit verbunden auch das anteilige Wirkwesen, welches des Menschen individuelle Persönlichkeit ausmacht und sich darüber seine Lebensweise vollzieht. Geist und Gehirn sind dem gegenüber einzig zusätzliche Instrumentarien - der Geist (sinngemäß) nur Reiter des Pferdes, welches durch den Instinkt geleitet wird. Man achte diesbezüglich in meinen Ausführungen der Darbietungen anderer auf die Inbetrachtziehungen und man wird ersehen, daß gerade auch dieses Verhältnis außen vor steht und man darin bestrebt ist, den Geist und das Gehirn als das alleinige Zentrum menschlichen Seins zu positionieren und zwar aufgrund konkreter Erfordernisse, welche ich ebenfalls darlegen werde. Im Nachfolgenden das Organisationskonstrukt, wie es sich mir aufweist. Es handelt sich hierbei um ein kollektives Einheitswesen, worin jeder Bestandteil seine ganz spezifische anteilige Funktionalität erfüllt, im Verhältnis des Einheitswesens des Ganzen. Isolierte Präsenzen existieren auch hierin nicht, sondern jegliche Wirkung erwirkt auch hierin kollektives Wirken. So ist das Jeweilige auch einzig in Verbindung mit der Kenntnis über die spezifische Eigenart der Funktionsweise ersichtlich.

Das Organisationskonstrukt

Es bestehen hierin weiträumig sprachtechnische Probleme, das Jeweilige in seiner sich darbietenden Deutlichkeit zu vermitteln. Wie sich mir jedoch aufzeigt, ist dies keine neuerliche oder auch nur auf das Meinige bezogene Situation, sondern wie man im Nachfolgenden erfahren wird, haben sich schon Viele damit herumgeschlagen, daß die sprachlichen Gegebenheiten nicht dem entsprechen, um das aufzuweisende Sein darüber eindeutig zu vermitteln. Und wie man dem gleichermaßen entnehmen kann, erweist es sich als generelles Handikap, dessen Ursachen jedoch nicht im Sprachlichen liegen, sondern in der Anwendungsform von Sprache, denn dafür bedingt es der allgemeinen Anerkenntnis des Sprachgebildeten und gerade hierin trifft man auf kein Einheitswesen. Auch darin besteht ein besonderes Handikap. Die Sprache bildet hingegen grundsätzlich nur einen Hinweis ab und es liegt am Gegenüber, inwiefern dieser Hinweis als solcher auch die erlebenstechnische praktische Nachbildung erlangt. Gerade in der Philosophie, wo man weitläufig einzig das Geistige in Betracht zieht, ergeben sich somit aber auch die größten Schwierigkeiten damit, insofern der Erlebensbezug nicht den erforderlichen ausfüllenden Inhalt erfährt. So wird man in meinen Ausführung dies auch in besonderer Weise berücksichtigt finden, indem ich mich so weit wie möglich auf den Pragmatismus, sowie auch dem der Autoren beziehe, welche über ihr Aufbringen hervorbringen, was seinen Ursprung des erfahrenden Erlebenswesens auch tatsächlich aufweist. Das Ersehen substanziellem Seins erfüllt sich darüber hinaus im Verhältnis der Kontrastierung, sodaß das Jeweilige umso klarer in Erscheinung gelangt, umso klarer die Kontrastierung zu dem hervortritt, was nicht dessen Sein ist. Dies trifft man damit verbunden auch in der Sprachbildung an. Das Detailwesen, um das es sich hierin weitläufig dreht, nennt sich Synonymität, welches sich aus einem gemeinsamen und einem differenzierenden Teil zusammensetzt und ebenfalls meine besondere Beachtung erfährt. Gerade im Verhältnis des Bewußtseins ist dies aufgrund der Verschlungenheit der Abläufe unumgänglich im Besonderen darauf seine Aufmerksamkeit zu richten, zumal hierin keine ersichtlichen Objekte Bestandteil der Inbetrachtnahmen sind. Das Substanzielle wird hierin einzig über die Wirkungen ersichtlich und somit geht es hierin um das Substanzielle der Wirkungen.

Gerade darin besteht auch ein wesentlicher Grundgehalt unserer deutschen Sprache. Wie sich mir jedoch generell aufzeigt, so hat man auch darüber weiträumig nicht die erforderlichen Kenntnisse und wurde weitläufig einzig von denen aufgebracht, welche dies sprachlich bildeten, woraus sich ein weiteres gravierendes Mißverhältnis ergibt, sodaß sich die Erkenntnisse, auch wenn sie ihre Spezifikationen erfahren haben, nicht dem gemäß vermitteln. Gerade dies zeigt sich auch über die diversen Autoren, welche ich aufzeigen werde, die sehr wohl klare Verhältnisse über das Ihrige erlangten, jedoch der Nachvollzug sich für das Weitere, wie auch für andere ganz einfach nicht ergibt, sodaß die vielfältigen Entwicklungen gerade über den Sachstand des Vermittelns nicht ihre erforderliche Umsetzung erlangen. Als gravierendes Musterbeispiel möchte ich mit Aristoteles beginnen, welcher der Erste war, die Psyche als solche zu ergründen. Dieser brachte den elementaren Bestandteil auf, den ich Bewußtsinn nenne, jedoch nicht aus der Ersichtung dessen selbst, sondern aufgrund seiner logischen Erörterung der Sinneswahrnehmung gegenüber der bewußtwerdenden Wahrnehmung. Mustergültig zeigt sich auch hierüber bereits das äußere Sichten, welches generelle Anwendung ist und auch das Mißverhältnis, welches sich darüber ergibt, daß das Jeweilige selbst darüber gar nicht ersichtlich wird. Man gelangt somit auch nicht tatsächlich zum Jeweiligen und aufgrund dessen geht der Kern der jeweiligen Angelegenheit auch in den Spekulationen unter, welche zu allem möglichen führen, jedoch vor allem von dem weg führen, wozu man gelangte. Mit dem Werdegang der Bezugnahme des inneren Sinnes hatte man nämlich den Kern der Sache in der Hand, die Wahrnehmung von der Vorstellung in Verbindung mit der Trennung der Organe von innerer Sinn und Geist zu trennen. Es kam jedoch nicht dazu, hingegen ging diese Enwicklung im weiteren unter gegenüber dem Aufbringen des Bewußtseins, worinnen sich das vollzog, was wir noch heute als Maß der Dinge darin antreffen. Für den weiteren Einstieg in die Gegebenheiten, dann auch zunächst einmal die Details zu diesen beiden Entwicklungen.

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INNERER SINN

( B E W U S S T S I N N )

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» Lexikalische Auszüge «

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Aristoteles' Aufbringen des koinê aisthêsis
sowie der Anwendung der sprachtechnischen Präsenzen

Aristoteles war der Erste, welcher die Psyche der ausgiebigen Erörterung unterzog. In 'De Anima' erörtert er die Sinneswahrnehmungen der fünf Sinne und die Infragestellung des gebündelte Hervortretens als Einheit, sowie einer damit hervortretenden Wahrnehmungskraft, die nicht dem jeweiligen Sinnesorgan eigen sein kann. Die Ohren können nicht sehen, die Augen nicht hören, die Nase nicht schmecken - keines der Sinnesorgane kann des Anderen Wirkung hervorbringen. Aristoteles' Schlußfolgerung ist, daß ein weiteres, davon differenziertes Organ existieren müsse, worüber dieser Vorgang zustande kommt.

Aristoteles hatte einst als Erster die Inbetrachtziehung des Gegenstandes aufgebracht, den ich Bewußtsinn nenne - ein Organ, über welches die koordinierte Wahrnehmung bewußt werdend hervortritt. Man betrachte sich hierin einmal, wie er dazu gelangte, nämlich über die Logik (aus dem Verhältnis des Objektiven), dessen es mir ursprünglich gar nicht dieser Art der Erörterung bedingte, aufgrund der Selbstverständlichkeit der wahrnehmenden händelnden Präsenz aus dem Verhältnis des Bewußtsinns (des Subjekts) heraus. Seine aufgebrachte Logik, die sich auf das 'von außen das Innere ermitteln' bezieht, ist jedoch im Verbund mit dem Meinigen 'aus dem Selbst heraus' elementar für das Verständnis der Funktionalität der Wahrnehmung, da das Sein über beide Bezugsverhältnisse abgebildet wird und darüber das Subjekt(ive) und Objekt(tive) beinhaltet, dem gegenüber isoliert für sich das Jeweilige nicht das Andere enthält. Über Aristoteles und Diejenigen, welche nachfolgend diesen Bezug aufbringen, kann man sich vor Augen führen, wie es sich mit diesem handhabenden Trennungsverhältnis stellt. Bis heute wird diese Gegebenheit von der Warte des Äußeren aus einzig in Frage gestellt, obwohl sie die unwiderlegbare Gegebenheit aufweist, die man im Inneren regulär als solche erfährt.

innere Sinne ↔ äußere Sinne
Innenperspektive ↔ Außenperspektive
Subjekt(ivität) ↔ Objekt(ivität)

Der maßgebliche Aspekt bezüglich Aristoteles' Aufbringen und der Weiterentwicklung darin ist, daß über die äußeren Sinne die Inneren nicht auf direkte Weise erfahrbar sind, sodaß diese nicht die erforderliche Inbetrachtziehung erlangen können. Insofern diese nicht aus ihrem Selbst heraus in Betracht gezogen werden, sind diese dem Äußeren nicht zugänglich und können einzig gemäß Aristoteles' Aufbringen als logische Konsequenz in Erscheinung treten. Elementar ist hierin, daß man dem Inneren gar keine Sinne zuschreibt, sodaß man sich einzig auf die Wahrnehmung der äußeren Sinne bezieht. Aristoteles' Aufbringen ist somit der elementare Schritt, um überhaupt zum Verhältnis von Sinneswahrnehmung im Inneren überhaupt zu gelangen. Wie man jedoch den Entwicklungen entnehmen kann, so ist dieser eine Sinn nicht vermittelbar und diesbezüglich gilt es mir hier auch zunächst einmal aufzuklären, warum es sich derart stellt. Hierzu die entsprechende Darstellung der Gegebenheit.

Bewußtsinn

Sachstand ist hierin das Verhältnis zweier Varianten des Wahrnehmungsbezuges, worin es sich in Aristoteles' Bezug um die Hervorbringung der bewußtwerdenden Wahrnehmung der durch die Sinne hervorgebrachten Inhalte handelt, dem gegenüber es auch das davon sich scheidende Hervorbringen bewußtwerdender Wahrnehmung geistiger Projektionen aus der Erinnerung heraus gibt. Beides tritt gleichermaßen über den Inneren Sinn (Bewußtsinn) hervor, kann jedoch einzig derart ersehen werden, insofern es seine differenzierende Erachtung erfährt. Die Unterscheidung treffen wir hingegen sachtechnisch an in der Differenzierung von Bewußtwerdung und Bewußtsein. Der Unterschied besteht darin, daß die Bewußtwerdung, wie generell des Vorganges des Wirkens der Sinnesorgane, ein fließender Vorgang ist und sich rein auf das bewußte Hervortreten über den Inneren Sinn (Bewußtsinn) bezieht. Dem gegenüber enthält das Aufrechterhalten des Statischen des Bewußtseins sowohl den fließenden Vorgang der Bewußtwerdung, worüber es hervortritt, jedoch zusätzlich die statische Präsenz der Reflektion dessen, was über die geistige Projektion aus der Erinnerung heraus erwirkt wird. Maßgeblich ist somit, daß Aristoteles' Aufbringen sich nicht umsetzen kann, da es nicht nur diese eine Art von Wahrnehmungsverhältnis gibt, aus dem Grund dies auch grundsätzlich in Zweifel gerät. Vor allem erfährt in der Inbetrachtnahme des Inneren nur Eines eine Erachtung und das ist der Geist und so kommt es auch letztendlich dazu, daß man dem Geist die Wahrnehmung zuschreibt, wie sich später über Descartes' manifestieren wird. Wer darauf achtet, wird jedoch feststellen, daß in dem Bezug einzig noch das Bewußtsein eine Erachtung erfährt und in keiner Weise die Bewußtwerdung. Mir gilt es gleich vorweg zu verdeutlichen, daß die erforderlichen Inbetrachtnahmen nicht ohne die funktionale Sondierung der Präsenzen möglich ist. So hätte sich hierin auch nicht die Inbetrachtnahme von Innerer Sinn und Geist nicht umsetzen können, ohne auch das Erinnerungswesen als ein Eigenständiges zu erachten. Man hat es im Inneren mit Verbundsystemen zu tun, worin kein Bestandteil für sich isoliert wirkt, sodaß es grundsätzlich der Inbetrachtnahme gemäß des Verbundsystems bedingt, um es daraus ersehen zu können.

Zu Aristoteles' sprach-sachtechnischen Aufbringen: die begriffliche Herkunft des 'koiné' basiert auf dem, was man (All-)Gemein-, Hoch- oder auch Schriftsprache nennt (Volkssprache wäre hingegen irreführend), worin auf Grundlage der präsenten dialektischen Sprachen eine gemeinsame schriftfixierende Sprachsubstanz gebildet wurde (dem gegenüber Fachsprachen sich aus diesem Verhältnis heraus wiederum zu dialektischen Verhältnissen herausbilden!). Es handelt sich diesbezüglich um das Gemeinsame, teils als dem gemäß angewandt und anderweitig auch als reguläres Gemeinsames, gemäß dem sich darin auch die späteren 'zwei Lager' der Inbetrachtziehungen spalten gemäß innerer Sinn und Gemeinsinn. Was die Sinne betrifft, hierzu einmal Eisler's Beschreibung zum Seelenvermögen: "Nach der Lehre der Pythagoreer ist die Seele eine Tetrade von nous, epistêmê, doxa, aisthêsis (Dox. D. 278). Die Seele besteht aus nous, phrenes, thymos (Diog. L. VIII 1, 30. vgl. Stob. Ecl. I 41, 846 squ.). Nach dem PHILOLAUS-Fragment ist im Haupte der nous, im Herzen die psychê kai aisthêsis, im Nabel die rhizôsis, im aidoion die gennêsis." Über Aristoteles' Ergründung der Psyche hingegen, erfährt diese ihre spezifizierende Eigenheit und darüber ist dieser auch der Urheber der Psychologie.

Darum dreht sich Aristoteles' Abhandlung in De anima, nämlich die Seele zu spezifizieren über seinen Geleitweg der Ermittlung von Substanziellem, welches sich einerseits von dem Leblosen unterscheidet und gleichzeitig eine substanzielle Präsenz an Eigenart darin aufweist. Was man bei Aristoteles antrifft ist, gegenüber dem von anderen vorgegebenen Seienden Ausdifferenzierungen vorzunehmen, die bis dato nicht bestanden. Hierin erkenne ich die Verfahrensweise, welche auch die Meinige ist, nämlich im Verhältnis sich aufweisender Widersprüche eine solche Ausdifferenzierung vorzunehmen. Gemäß dem praktizierte er dies auch im Bezug der Wahrnehmung, indem sich über den Widerspruch der Hervorbringung die aufgebrachte Ausdifferenzierung ergibt. Der wesentliche Punkt hierin ist, daß dies nicht den Sachstand des daraus sich Ergebenden darüber klärt und beschreibt, sondern nur darauf hinweist, das ein solches existiert. Aristoteles hat eine ganze Reihe von solchen Erkenntnissen hervorgebracht und damit verbunden auch eine jeweilige sprachliche Spezifizierung, die jedoch weitläufig keine Begriffsneubildungen beinhalten, sondern sinngemäße Übertragungen, gemäß dem, wie man es auch bei koinê antrifft.

Die Synonyme griechischer Begriffe in diesem Bezug (in Englisch u.a. im Glossary von Simplicius: On Aristotle On the Soul .. von J.O. Urmson): koinê aisthêsis, koinâs aisthêseis, aisthanomenon, proaisthanomenon, aisthanêsthai, aisthêsis, aisthêsis/antilêpsisaisthêta, aisthêtikon, aisthêtikos, aisthêtos, aisthêtêrion, anaisthêtos, sunaisthanêsis.

Zur spezifizierenden Differenzierung der Sinnesverhältnisse bedingt es der Unterscheidung der jeweiligen Wesesart gemäß dem, worüber etwas hervortritt (das Auge [Wahrnehmungsinstrument]), auf welche Art es hervortritt (das Sehen [Wahrnehmungsvorgang]) und was es inhaltlich hervorbringt (das Ersehene [Wahrnehmungsinhalt]). Dies bildet den Kern des Gegenstandes, wobei das Jeweilige wiederum ein jeweiliges zu unterscheidendes anhängiges Verhältniswesen des Wirkwesens beinhaltet (z.B. über das Gesehene nachdenken). Das sprachliche Sehen weist dem gegenüber die Gleichzeitigkeit zweierlei Bezüge auf, sowohl sich auf den funktionalen Vorgang beziehend, wie auch auf das inhaltliche Hervorbringen ('ich sehe ...' bezieht sich auf Vorgang und Inhalt). Dies ist genereller Mißstand im Bezug auf sämtliche Sinne und basiert darauf, daß zur Zeit dessen sprachbildenden Hervorbringung noch keine solche Unterscheidung bestand und auch bis heute keine sprachtechnische Ausdifferenziertheit vollzogen wurde. Man achte einmal auf die Infragestellung, was die Wahrnehmung des Sehens hervorbringe, das Auge oder das Gehirn, worüber sich die Verworrenheit beider Ungetrenntheiten verdeutlicht. Für die Erörterung der Sache selbst und somit der bewußtwerdenden Wahrnehmung durch den Bewußtsinn (innerer Sinn, ...), bedingt es hingegen zwangsläufig dieser Beachtung - dem 'was bringt es hervor' - wie generell der substanziellen Unterscheidung von Instrument, Vorgang und Inhalt. Sämtliche präsenten Gegebenheiten im Bezug des Bewußtseins, wie überhaupt dieses Substanzverhältnisses, sind einzig im Verhältnis dieser Erachtung ersichtlich. Man achte hierzu einmal auf Aristoteles' Ausführung und wird darin erkennen, welchen besonderen Wert er diesen Unterscheidungen beimißt, hingegen bei seinen Nachahmern dies weitläufig jedoch nicht die erforderliche Beachtung erfährt.

Hierzu auch einmal einen Auszug aus Philoponus: On Aristotle On the Soul von Richard Sorabji (2014 - Anmerkung S. 144): "Using the participle of the verb ' to perceive', aisthamomenon, as he explains a few lines below. Aristotle is arguing from the premiss that verbs of perceiving have two uses, to the conclusion that nouns and adjectives of perceiving, aisthêsis and aisthêton, have two uses. Philoponus, whith his alternative reading, suggests he is arguing from the fact that the participle aisthamomenon, (and presumlably the adjectives aisthêtikon, akoustikon, et.) are used in two ways, to the conclusion that both the noun for the power, aisthêsis, and the verb for the exercise, aisthanesthai, are used in two ways."

Grundsätzlich gilt es, die syonymen Verhältnisse voneinander zu trennen, wie es leider nur selten anzutreffen ist - hingegen jedoch spezifiziert (gemäß seines Zeitwesens) bei Aristoteles. Diese sind: aisthêton (Wahrnehmung), aisthêterion (Sinnesorgan) und auch das aisthêtikon (Sinnesvermögen/Sinnesseele) in Abrenzung zum phantastikon (Vorstellungsvermögen), welches bereits von Plato ausgiebig seine Separierung erfuhr. Sachstand der zentralen Erörterung hierin ist die Bedingung: eines Organs, welches die Inhaltlichkeit hervor bringt und im Weiteren somit auch, um welches Organ es sich dabei handelt. Dazu bedingt es der substanziellen Differenzierung von Empfindung/Gefühle, Wahrnehmung und Vorstellung und 'welches Organ das Jeweilige hervorbringt', um es davon zu separieren, worüber alles miteinander hervortritt. Gerade Aristoteles' Aufbringen, daß es nicht das sein kann, welches seine (anteilige!) Eigenart hat, ist das Elementare hierin, um zum widerspruchsfreien und somit tatsächlichen Sein zu gelangen (gemäß dem man es [er]lebt!). Maßgeblich: es handelt sich hierin nicht nur um den Bewußtsinn, den es zu ersichten gilt in seiner funktionalen Eigenart, sondern daß überhaupt erst die funktionalen Scheidungen substanzieller Eigenheiten in Betrachtziehung des Bewußtsinns ersichtlich werden. Es handelt sich um eine wechselseitige Bedingung, ohne die man nicht dazu gelangt. Und somit bedingt es auch der Grundsätzlichkeit darin, das Innere im Verhältnis von Organen generell in Erachtung zu bringen. Als Deklaration wende ich dazu 'mentale' Organe an. Maßgeblich ist dem gegenüber auch, daß selbst der Geist nicht als ein mentales Organ erachtet wird. Ein Umstand, welcher der Verheerendste überhaupt ist, denn es zeigt, daß die voraussetzende Bedingung generell außen vor gestellt wird, ohne die jedoch keinerlei Sachverständigkeit gebildet werden kann. So trifft man es leider auch über Aristoteles an, daß seine reine logische Erwähnung, ohne die Beschäftigung mit dem Organ selbst nicht das erforderliche Verständnis zur Sache erwirkt, sondern nur zu Erwägungen führt, ohne jedoch darüber hinaus zu gelangen.

Zum Sachstand des Englischsprachigen, dargelegt von Stephen Leach und James Tartaglia in ihrem Buch Consciousness and the Great Philosophers (2017): "There ist no word in ancient Greek that directly corresonds to our 'consciousness', but there are a number of related concepts. In Plato, the most relevant term ist aísthêsis - typically translate as either 'sensation', 'sense', or 'perception'. It is a complex term, and the plurality of uses adds to the difficulty of our task. Aísthêsis has an English equivalent - aesthesis (or esthesis) - which is typically defined as a kind of primitive or rudimentary sensation. It appears, in negate form, in our 'anaesthetic' (an-aísthêsis, or non-awareness). And it is the source of the word 'aesthetic', though this term has now become narrowly defined als the perception of art and visual beauty." Wie dies darlegt, so existiert ein englischsprachiges Äquivalent zum Ursprung, jedoch findet sich nicht die Entsprechung der Anwendung dazu. Grundsätzlich fehlt es der englischen Sprache der synonymen Spezifikationen, welche gegenüber der deutschen Sprache weitestgehend von Grund auf darin fehlen oder aber ein anderes Bezugsverhältnis in der Übersetzung aufweisen. Wie es sich erweist, so liegt dies daran, daß man im deutschsprachigem Raum (im Land der Dichter und Denker!) generell die sprach-sachtechnischen Gegebenheiten kombiniert miteinander komplett neu überarbeitet/ergründet hat, hingegen im Englischen dies nicht derart stattfand.

Eisler's 'Handwörterbuch der Philosophie: "Wahrnehmung innere, ist die Wahrnehmung des 'Innern', d. h. des Psychischen, als Inbegriff unserer eigenen Erlebnisse als solcher, in ihrer unmittelbaren, auf das Subjekt, nicht auf Objekte bezogenen Qualität." Hierbei geht es um die Unterscheidung dessen, was z.B. das Auge (äußere Sinne) wahrnimmt und was der Bewußtsinn (innerer Sinn) wahrnimmt (sehen - ersehen). Da der Bewußtsinn kein isoliertes/alleiniges Sehen der Augen hervorbringt, würde es in dieser Anwendung zum Ersehen dessen, was die Augen als solches hervorbringen, einer Abtrennung vom Subjekt bedingen. Da eine solche Abtrennung jedoch faktisch unmöglich ist, so ist diese Inbetrachtnahme auch rein spekulativ abstrahierend. Aus diesem Grund erwirkt dies aber auch die damit einhergehende simulierende Abtrennung zwischen Subjekt und Objekt, wie auch generell das trennende Verhältnis von Psychischem und Physi(kali)schem (über das dem ausschnitthaften Sein des dem Auge[nscheinlich] Ersichtlichen), dem gegenüber der Geist als verbindender Simulator/Diplomat seine präsente Stellung einnimmt. Elementar ist hierin die reguläre funktionale Inbetrachtziehung und Unterscheidung des (aus sich heraus) Wirkens gegenüber dem Aufnehmen und der Reflektion von Wirkungen. Hierüber erlangt man das Ersichten aus dem jeweiligen Subjekt heraus, woraus es selbst ersichtlich ist und bildet die Grundlage des erforderlichen Händlings.

Urheber

Hierin ist besonders auf die Urheberschaft von Sprache und Sache zu achten, worüber das Jeweilige sein Geleitwerk erfährt, die Bezugnahmen und Übernahmen jedoch weitläufig nicht das Abbilden, was dem Ursprung entspricht. Es bedingt somit einer gegenüberstellenden Achtung der Unterscheidungen, da bezüglich der bezugnehmenden Begrifflichkeit und Spezifizierungen weitläufig Unstimmigkeiten vorherrschen und nicht ihre erforderliche Abgrenzung erfahren. Besonders gravierend erweist sich dies im sprachübergreifenden Bestand der Gegebenheiten - den Übersetzungen. Gerade hierüber zeigt sich, welche elementare Rolle die Synonymität einnimmt und zu was es führt, wenn diese nicht die erforderliche Erachtung erfährt. Das Sachtechnische und Sprachtechnische Verhältnis gehen hierin Hand in Hand, gemäß dem man es über die diversen Autoren entsprechend dargeboten bekommt. Es gilt somit auch im Besonderen darauf zu achten, wer was mit welcher Deklaration jeweils aufbringt und wie es seine jeweilige nachahmende Entfaltung erfährt. Man wird darüber erfahren, daß nur selten überhaupt Klarheiten anzutreffen sind. Ursache hierin ist wie generell das fehlende Grundlagenverständnis der Trennung zwischen Wahrnehmung und Vorstellung, sodaß sich überhaupt die ganze Entwicklung als ein Akt des Erlangens dieser Unterscheidung stellt, ohne die keine Klarheiten sein können.

synaisthesis/syneidesin/synaisthesin (griech.: Selbstwahrnehmung/Selbstbewußtsein) → 'sensus sui' (lat. - Cicero)
syneidêsis (grch.) → conscientia (lat. Gewissen - Mitwissen) → consciousness (engl.) → Bewußtsein (Descartes/Wolff)
sensus interior (Augustinus)/interni/internus (lat.)
aesthesis/esthesis - inner/internal sense (engl.)
Bewußtsinn - Innerer Sinn ↔ Gemeinsinn, sensus communis (lat.), common sense (engl.)

Aristoteles - De anima

Uni Bielefeld
Liste bekannter Forscher zur antiken Philosophie
(detaillierte Beschreibungen über Wikiwand)
August Immanuel Bekker Aristoteles-Gesamtausgabe .
Aurelius Förster: Aristotelis De anima libri III (Griechisch/Latein - 1912)
Klaus Corcilius: Aristoteles - Über die Seele. De anima . (Griechisch/Deutsch - 2017).

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» Diverse Autorenquellen «

Generell grenzt sich diese Bezugnahme ab, wie dieser Abschnitt in seinem Verhältnis zum Weiteren hervorheben wird. An sich geht es zwar um das Gleiche, jedoch wie die unterscheidende Deklaration von 'innerer Sinn' und 'Bewußtsein' bereits hervorhebt, handelt es sich hierin um zwei verschiedene Bezugsverhältnisse. Während beim Inneren Sinn die Inbetrachtnahmen aus dem Verhältnis der äußeren Sinne und seinem Ursprung von Aristoteles' Aufbringen vorgenommen wird, ist es hingegen beim Bewußtsein das Geistige im Verhältnis des Neuen von Descartes' Aufbringen. Wie man den diversen Autoren entnehmen kann, so geht es diesen darum, Aristoteles Aufbringen nachzuvollziehen und man beachte hierin einmal auf deren Schwierigkeiten, dies bewältigt zu bekommen. Hinderungsgrund hierin ist die funktionale Gegebenheit, daß man sich nicht vorstellen kann, was man nicht kennt und somit sich das Zirkelwesen ergibt, daß man aus diesem Verhältnis heraus auch nicht wahrnehmen kann, was nicht deutlich ersichtlich ist. Aristoteles' Aufbringen beinhaltet ja nur die logische Konsequenz. Im nachfolgenden geht es jedoch darum, dies auch als solches zu fassen. Und wie sich zeigt, ist diesen sogar die Logik selbst weitläufig noch einmal in seiner Klarheit ersichtlich, sodaß sich auch nachfolgende Abbildnisse ergeben.

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Aristotles' Ethica Nicomachea

Das Problem des sensus communis (2014)
Tanehisa Otabe

"Wer sieht, nimmt sein Sehen, wer hört, sein Hören, wer geht, sein Gehen wahr (aisthanesthai), und bei den anderen Funktionen gibt es ebenso etwas, was unsere Tätigkeit (energein) wahrnimmt (ti to aisthanomenon), so dass, wenn wir wahrnehmen, wir unser Wahrnehmen und, wenn wir denken, unser Denken wahrnehmen. Und unsere Wahrnehmung von unserem Wahrnehmen und Denken heißt unsere Wahrnehmung von unserem Existieren, denn Existenz (to einai) hieß eben Wahrnehmen oder Denken."

Dies beschreibt den Sachstand des Umstandes der Situation, daß der Vorgang der Wahrnehmung sprachtechnisch als eine Einheit gebildet ist, gemäß dem sich darüber die Präsenzen der Ausdifferenzierungen nicht aufweisen lassen. Ich betrachte die Gegebenheiten im Verhältnis der Wirkungen und dem entsprechend werden hierin die Wirkungen, welche zum Wahrnehmungsorgan gelangen von diesem gemäß seiner Konfiguration aufgenommen und weitergeleitet. Im Falle der Bewußtwerdung hat man es mit der Besonderheit zu tun, daß es zweierlei Arten von Weiterleitungen beinhaltet, in welchem die Eine die Bewußtwerdung der Wahrnehmung hervorbringt, worüber sich auch die Besonderheit und somit Spezifikation des hervorbringenden Wahrnehmungsorganes darlegt.

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Carl Fortlage

System der Psychologie (1855)

"So schätzbar aber die auf die Analyse der psychischen Thätigkeiten in neuester Zeit vewandten Bemühungen eines Beneke, Drobisch, Lotze, Waitz u. A. um eine Psychologie vom reinen empirischen Standpunkte des innern Sinnes sind, so reichen sie doch noch immer nicht völlig aus, um ein bestimmt abgegrenztes Feld von innern Thatsachen zu verzeichnen, auf welchem hinfort, abgesehen von aller Verschiedenheit, welche aus bloßem metaphysischen Meinungen entspringt, von den Anhängern der entgegengesetzten spekulativen Richtungen gemeinsam fortgearbeitet werden könne. Dies kommt nicht daher, daß es an unbestreitbaren Thatsachen und Gesetzen der innern Welt bisher gänzlich gemangelt hätte, sondern vielmehr daher, daß man es nicht für der Mühe werth hielt, dieselben für sich selbst und möglichst weit entfernt von aller spekulativer oder metaphysischer Ansicht zu verzeichnen, sondern daß man mehr oder weniger von der Annahme ausging, eine Psychologie, welche nicht eine bestimmte Meinung über das Wesen der Seele mitbringe, dürfte gar nicht wagen, vor die Augen des Publicums zu treten, ähnlich wie man vor Baco die Ansicht hegte, daß die spekulative Meinung über das Wesen der Materie die Hauptsache sei, ohne welche keine wahre Physik bestehen könne."

"Der Verfasser der vorliegenden Arbeit ist der entgegengesetzten Ansicht, Er glaubt, daß erst dann die Psychologie größere Erfolge bieten wird, wenn sie sich ganz auf die Analyse der im innern Sinn oder der unmittelbaren Wahrnehmung des Bewußtseins vorliegenden Prozesse und deren Erklärungen durch sich selbst beschränkt, und die voreiligen Fragen nach dem metaphysischen Wesen der Seele gänzlich von sich weist. Nicht wenige durch Leibniz, Spinoza, Kant u. A. bereits aufgedeckte Gesetze des inwendigen Getriebes unserer Vorstellungen gelten nur darum noch nicht als völlig evident und nur dadurch verhindert, ins allgemeine Bewußtsein aufklärend einzudringen, weil sie selten oder niemals ohne alle Beimischung spekulativer Ansichten vorgetragen wurden und man daher häufig mit Beiseiteschaffung einer falschen spekulativen Ansicht zugleich glaubte, die richtige psychologische Beobachtung, an welche jene sich lehnte, bei Seite geschafft zu haben. Nur alleine auf diese Art hat sich bis zum heutigen Tage das Vorurtheil von der Unsicherheit der psychologischen Erkenntnis forpflanzen können, welches an sich nicht mehr Grund hat, als das Vorurtheil des Alterthums von der Unsicherheit aller Naturerkenntnis hatte."

"Was in beiden Sinne, im äußeren sowohl als im innern, mit einem mal in dem gerade gegenwärtigen Zeitmomente der Beobachtung unterliegt, davon sagen wir, es sei im Bewußtsein oder es sei uns bewußt. Eine beobachtete Vorstellung nennen wir Wahrnehmung. Wären sämmtliche Vorstellungen bewußt, so gäbe es in beiden Sinnen nichts als Wahrnehmungen. Vorstellung und Bewußtsein, Sinn und Beobachtung würden als unzertrennlich erscheinen und man könnte, wollte man nicht Vorstellen, Bewußtsein, Beobachten und Wahrnehmen geradezu für eins setzen, hochstens nachforschen, welcher von diesen Ausdrücken für das Substanzielle der Sache passender wäre."

"Das Phänomen der Erinnerung, wonach bewußte Vorstellungen die Fähigkeit haben, völlig zu erlöschen und sich in zukünftigen Zeitmomenten wieder im Beobachtungsfelde zu zeigen, widerspricht."

Man achte einmal auf den Zeitpunkt des Aufbringens. Während sich über Descartes bereits 200 Jahre zuvor das Prinzip ausbreitete, daß das Bewußtsein über das Denken hervortritt - Denken und Bewußtsein einzig miteinander einhergehen, hat sich damit verbunden auch der Grundsatz herausgebildet, daß die Wahrnehmung zweifach stattfindet, nämlich über die äußere und innere Wahrnehmung. Hingegen heben seine Worte hervor, was sie auch inhaltlich demonstrieren, daß nämlich das Gesamtwesen darin sich in reinen Spekulationen verliert. So zeigt sich gar hierin, daß sich das Verhältnis von Aristoteles mit dem des Descartes ineinander vermischt, was sich leztendlich jedoch zwangsläufig ergibt über die Inbetrachtnahme des Einzigen, dem Geiste. Seine Worte beinhalten das Elementare, nämlich die Gegebenheiten auf ihre Widersprüche hin zu sondieren. Nur darüber gelangt man zu klaren und wahren Verhältnissen, jedoch ist dieses Prinzip im weiten Felde der Spekulanten nur der Wenigen Werkzeug. Generell erweisen sich die Spekulationen als die sich Durchsetzenden, was darauf beruht, daß die Synthese sich perfekt stellt mit dem Verhältnis des rein Geistigen, da sie diesem entspringt. Das sich somit auch keine Trennung von Wahrnehmung und Vorstellung durchsetzen kann, ist darin Programm. Und wie seine Worte darlegen, so wird gar die Differenzierung der Erinnerung als ein Phänomen und somit nicht der Erfordernis entsprechend erachtet. Die Zentralisierung und Alleinstellung des Geistes erweist sich über dessen Worte aber auch als abgeschlossen und endgültig vollzogen zu jener Zeit und wie man der Gegenwart entnehmen kann, so hat sich bis heute nichts daran geändert.

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Hans Kleser

Ueber den Inneren Sinn (1873)

"K.L. Reinhold: Versuch einer neuen Theorie des Vorstellungsvermögens, II. aufl. Prag und Jena 1795, ist der Meinung, dass man die Sinnlichkeit nicht dürfe abhängig sein lassen von einer erkennbaren Organisation unseres Körpers, deren durch äussere Gegenstände bewirkte Veränderung in uns Vorstellungen hervorbringen; ein solcher Begriff der Sinnlichkeit wäre zu eng: 'Da die Sinnlichkeit wesentlich aus dem inneren und äusseren Sinne besteht, die Organisation aber und die fünf Sinne, in wie ferne sie vorstellbar sind, zum Vorstellungsvermögen nur als empirische Modifikation des äusseren Sinnes gehören, so raubt jede Definition der Sinnlichkeit überhaupt, welche die Organisation unter die Merkmale der Sinnlichkeit aufnimmt, der Sinnlichkeit die eine wesentliche Hälfte ihres Vermögens, nämlich den inneren Sinn, und ist folglich für den Grundbegriff der Sinnlichkeit zu enge' ... 'es würde alsdann keine anderen als äussere, das heisst solche sinnliche Vorstellungen geben können, die auch etwas ausser dem Gemüthe bezogen werden; keine innere Empfindungen und innere Anschauungen', mit einem Worte keinen inneren Sinn, denn 'in wie ferne die sinnlich Vorstellung durch die Art, wie die Receptivität von innen afficiert wird, entsteht, heisst sie in ihrer Bezeichnung auf Subject innere Empfindung; auf's Object - innere Anschauung; die bestimmte Fähigkeit der Receptivität aber von innen afficiert zu werden - der innere Sinn'. ... Dieser 'innere Sinn ist zwar mit dem äussern in ein und eben derselben Receptivität vorhanden, aber als ein von dem äusseren wesentlich verschiedenes Vermögen.'"

Hierin steckt der weitere Kern der Angelegenheit, denn es handelt sich um diverse Sinneshervortretungen 'im Inneren', welche auch darin nicht nur über Eines zustandekommen kann, denn was für die äußeren Sinne gilt, gilt gleichermaßen für die Inneren. Wie ausgeführt, so findet einzig eine Inbetrachtnahme äußerer Sinne statt, wohingegen im Inneren sich ein gleiches Verhältnis von Ausdifferenzierungen aufweist. Sachstand ist darin jedoch, erst einmal dazu zu gelangen, überhaupt zur Inbetrachtnahme des Inneren Sinnes zu gelangen, wobei doch gerade seine Worte hervorheben, daß die Bedingung sich gleichermaßen daraus ergibt, daß eine innere Sinnlichkeit stattfindet und sich darüber erweist, daß es nicht nur äußere, sondern auch innere Sinne gibt. Es ist somit nicht nur dieser eine Sinn im Blickfeld der Erörterung präsent, sondern eine generelle Erörterung der inhaltlichen Präsenzen im Inneren, worin sich das Sinnliche von dem Geistigen scheidet, dem jedoch gegenüber steht, daß man generell alles dem Geiste zuschreibt. Auch hier wiederum weist die Bezugnahme der Rezeptivität auf den eigentlichen Mißstand der Undifferenziertheiten hin, wie sie weitläufig anzutreffen sind. Dem steht somit auch gegenüber, daß dieser eine Sinn überhaupt erst in der erforderlichen Klarheit ersichtlich wird und seine Stellung erfährt, über das Ersichten der weiteren Sinne, sodaß sich dieses isolierte Aufbringen dieses einen Sinnes als ein vages Etwas stellt. Leider führt auch dies wiederum einzig zur Debattierung der Sache, hingegen nicht zur Aufweisung der sich aufweisenden Spezifikationen, derer es hierin grundsätzlich fehlt, wie ich aufzeige aus dem Grund, da es des Bezuges zum Unterbewußtseins fehlt, worüber diese Sinnesaktivitäten hervorgebracht werden. Zumindest jedoch zeigt sich hierüber, daß die Wahrnehmung diesbezüglich dies hervorbringt, jedoch sich rein aus der Wahrnehmung, wie generell, nicht das Verständnis für das Seiende ergibt. Aus dem Grund gelangt auch letztendlich alles wiederum ins Spielfeld des Geistigen, wobei es primär des Verständnisses gar nicht bedingt, um gemäß der präsenten Funktionalität dies anzuwenden. Wie jedoch Fortlage zuvor aufbrachte, sind die Erfordernisse der Erwartungen derart gestellt, daß ohne Erklärung keine Akzeptanz erwirkt werden kann, was jedoch zumal von den Spekulanten gefordert wird, die einzig zur Erbringung von Erklärungen fähig sind (man verdeutliche sich, was sich daraus ergibt, nämlich genau das, was man darin antrifft - letztendlich eine Reinheit an Spekulationen!).

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Goswin Karl Uphues

Wahrnehmung und Empfindung (1888)

"Vielleicht kann man mit Brentano sagen: die äufsere Wahrnehmung sei in erster Linie auf den äufseren Gegenstand, in zweiter Linie und nebenbei nur auf sich selbst gerichtet, der Ton sei das primäre, das Hören des Tones hingegen das sekundäre Objekt. Aber da nach Brentanos ausdrücklicher Erklärung das Hören ohne Ton undenkbar ist, so müfste der Ton entweder doppelt vorgestellt werden, einmal primär und dann sekundär - dann wären zwei Akte vorhanden -, oder der Ton würde nur einschliefslich mit dem Hören vorgestellt - dann kehrte die Ansicht des Aegidius Romanus wieder. Es scheint unmöglich, die so schwierige Theorie des Thomas in der hier versuchten Weise zu umgehen. Unterscheidet man das immanente und das auf Wahrnehmung beruhende Bewufstsein, dann kann natürlich der Akt der äufseren Wahrnehmung in immanenter Weise bewufst sein, ohne dafs es eines zweiten auf ihn gerichteten Aktes, eines Aktes der inneren Wahrnehmung bedarf."

Hierin geht es um das Ausdifferenzieren dessen, daß es das Instrument Ohr ist, auf welches die Wirkung einwirkt, und das Ohr als Mittler zur Hervorbringung des Tones fungiert (wie uns die Anatomie aufzeigt, so wird im Ohr der Ton über das funktionale Konstrukt des Ohres gar zur Verstärkung der Wirkung reproduziert). Das Ohr bringt somit selbst den eigentlichen Ton hervor. Die Fragestellung, welche hierin zur Erörterung gelangt ist, daß insofern die Psyche (und somit das Bewußtsein) immanent ist und sich somit auch auf das Ohr erstreckt, es somit auch keines weiteren Sinnesorganes bedinge. Die Gegebenheit, daß die Inhaltlichkeiten sämtlicher Sinne in einem miteinander hervortritt, wird hierin ganz einfach außen vor gestellt über die Bezugnahme des Einen der Psyche und bildet somit eigentlich nur die Parallele der Bezugnahme des Geistes ab, welcher gleichermaßen nicht von der Psyche sondiert wird. Gerade hierin tritt wiederum das uralte Grundproblem auf, daß die Psyche nie die erforderliche Untergliederung seiner Bestandteile erfahren hat. Man dreht sich somit auch immer wieder einzig im Kreise, ohne einen Schritt weiter darin zu gelangen. Letztendlich führt gerade dies dann auch zur Ausgrenzung der Psyche, da sie in dem Verhältnis als überflüssig sich stellt, worauf sich die entwickelnde Physiologie aufbaut, indem sie dies ganz einfach außen vor stellt, da es angeblich dessen gar nicht bedingt, um zu sein.

Dieser Sachstand der Unerklärlichkeit aufgrund der fehlenden Ausdifferenzierungen ist bis heute Sachstand regulärer Inbetrachtnahmen und hat sich auch auf das Verhältniswesen des Gehirns dem gemäß übertragen, worin zwar die physi(kali)schen präsenten Erklärungen einen ganz anderen Stand einnehmen können, indem man sich darin auf die 'visuelle (physikalische) Wahrnehmung' beschränkt und darüber die Psyche grundsätzlich außen vor stellt. Jedoch ergibt sich im Gehirn das gleiche Problem, welches darauf beruht, daß die Inbetrachtziehung der Lokalisation der funktionalen Bestandteile darin nicht derart funktioniert, wie man dies sich vorstellte, sondern im Gegenteil. Dies bedeutet somit auch, daß sich hierin das fortsetzt, was zuvor im Inneren geschah, daß man nämlich zu keiner Ausdifferenzierung gelangt, da sie aus dem Äußeren heraus nicht zu ergründen ist. Damit ergibt sich ein klarer Fingerzeig, wohingegen man jedoch darin bemüht ist, Philosophie und Psychologie grundsätzlich außen vor zu stellen aufgrund ihrer angeblichen Überflüssigkeit und vor allem, da sie keine praktikablen und universell beweisbaren Mittel aufbringen, derer sie habhaft werden könnten zu ihrem Nutzen. Sie geraten vor allem aufgrund deren Präsenz in die gleichen Erklärungsnöte, die nach wie vor bestehen, da nämlich der Sachstand deren Inbetrachtnahmen nicht das innere Erleben beseitigt. Das spekulative Prinzip des rein Physi(kali)schen erscheint somit auch nur oberflächlich und isoliert betrachtet als aufklärend, hingegen schafft dies noch mehr Verwirrung, als zuvor bestand. Letztendlich trifft man hierin auf das Auswägungsverhältnis zwischen Ausgrenzung der Psyche gegenüber dem Eingrenzen des Physikalischen. An diesem Punkt dürfte sich dann auch vermitteln, daß es nirgends um die Sache selbst geht, sondern um ganz andere Bewandtnisse.

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Otto Klemm

Geschichte der Psychologie (1911)

"Wir finden meist in der Psychologie des inneren Sinnes eine Trennung der äußeren und inneren Erfahrung, an die sich die Forderung knüpft, daß die Forschungsmethoden in beiden Gebieten verschiedene seien; diesem Standpunkte tritt in der Psychologie unserer Tage die Behauptung entgegen, daß die Erfahrung einheitlich sei und nur je nach dem Standpunkte der Betrachtung in eine mittelbare und unmittelbare Erfahrung zerfalle. Die Geschichte der Psychologie ist aber nicht von diesen Gegenüberstellungen ausgegangen, sondern der Anknüpfungspunkt lag in einem Teilproblem der inneren Wahrnehmung, in der Frage nämlich, wie wir ein Bewußtsein von den eigenen Wahrnehmungsakten haben können. Nicht die Verschiedenheit von Erscheinungen, wie Gefühlen, Affekten, Entschlüssen auf der einen Seite, Farben, Tönen usf. auf der andern Seite, sondern die Tatsache, daß wir bei der Wahrnehmung von Farben, Tönen usf. ein besonderes Bewußtsein dieser Wahrnehmungen haben können, sie ist dasjenige Erlebnis gewesen, um dessentwillen ein besonderer innerer Sinn angenommen wurde. Diese innere Wahrnehmung im prägnanten Sinn, deren Objekt selbst ein gewöhnlicher Wahmehmungsvorgang ist, erscheint uns als eine besondere Form innerer Erfahrung, als eine Verinnerlichung des inneren Sinnes selbst, um in jenem Anschauungskreise zu bleiben."

Diese Worte klingen nicht umsonst nach Wehmut. Es ist vielmehr ein Appell, sich der Gegebenheiten des Seins weiterhin gewahr zu werden und sich nicht einfach abzuwenden von dem, was des Menschen Wesensart ausmacht. Hier treffen wir dann auch auf einen Paradigmenwandel, worin dann endgültig nicht mehr die Menschlichkeit Bestandteil der Erachtung ist, sondern einzig noch die Sachlichkeit zählt. Da sich die Wissenschaft generell über das sachlich-Wirtschaftliche umsetzte, ergab sich dies zwangsläufig, denn was es hierin seitdem zu erlangen gilt, sind technische Erneuerungen, welche dem Menschen auf indirekte Weise dienen sollen. Alles miteinander hat seinen Lauf und das Alte wird systematisch als ein Überkommenes erachtet und systematisch außen vor gestellt, um dem Neuen seinen Raum zu verschaffen. Das dies alles von Menschenhand geleitet wird, ändert daran gar nichts. Der Mensch ist hierin nur ein anteiliger Prozeß, um den es sich jedoch gar nicht dreht. Das Zeitalter der Technik hat sich seinen Weg gebahnt und entwickelt sich weiterhin fort. Und so ergibt sich daraus auch die Stellung der Philosophie und Psychologie dem gemäß, daß sie nur noch als ein Anhängsel erscheinen und außen vor geraten, insofern sie sich nicht dem anpassen. Sie bringen jedoch auch keinerlei Grundlagen auf, um dem zu entgegnen, obwohl sie es in Händen halten, wie ich aufzeigen werde. Hier wird diesen das zum Verhängnis, worin ihr großer Wert zuvor bestand, nämlich des Wirkens der Individualität des Einzelnen, wohingegen die Wissenschaft aus dem Ganzen ihres Einheitswesens schöpft. Es sind zwei Systeme, die sich nicht nur gemäß ihrer Bezugsverhältnisse unterscheiden, sondern vor allem auch ihrer Grundlagen. Die Zukunft darin ist festgeschrieben, denn weder noch läßt sich das Eine mit dem Anderen vereinbaren, beide haben ihre ganz eigenen Prinzipien und Grundlagen und aufgrund dieser Spaltung ergibt sich auch die damit verbundene Abspaltung des Menschen und die Ausgrenzung der Menschlichkeit. Wobei der Urgrund darin zu finden ist, daß man die Seele zu keiner Zeit einer Aufspaltung aussetzte und letztendlich aufgrund dessen auch scheiterte, Anteil zu nehmen an den stattgefundenen Entwicklungen.

Man betrachte sich hierzu einmal das Prinzip der Wissenschaft, worin aus dem kleinsten Teilchen (dem Atom ) die Wirkung stammt, die man ermißt - das Sein sich rein aus Atomen und dessen Wirken zusammensetzt zum Ganzen. Wie stellt es sich dem gegenüber mit einer Seele, welche sich als kleinste Einheit stellt? Die Gegensätze, welche hierin gegenüber stehen, sind von Grund auf unüberbrückbar, sodaß es sich überhaupt als fraglich stellt, wie dies als Verbund einhergehen kann. Dieses Mißverhältnis hat somit keineswegs seine Ursache einzig in der Differenzierung von inneren und äußeren Sinnen, sowie innerer und äußerer Inbetrachtnahmen, sondern vielmehr aufgrund der substanziellen Unterschiede, die sich darin gegenüber stehen. Physis und Psyche lassen sich nicht miteinander vereinbaren. Viel zu sehr hatte man sich bereits zu jener Zeit von den aufkommenden Physikalien einschränken lassen und wenn man den heutigen Stand betrachtet, so ist man darin angelangt, daß von Psyche, Geist und Bewußtsein nichts mehr übrig geblieben ist. Es gab Bestrebungen, zu entsprechen, jedoch war dies von vorne herein unmöglich, da das Prinzip der Physikalität gar nichts anderes zuläßt, als was den Augen ersichtlich ist. Somit ist der Sachstand eindeutig keiner der Wissenschaft, worin es hierin geht. Ich habe dies erkannt, jedoch wohl dort noch immer nicht, sonst würde nicht heute noch die Philosophie und Psychologie, sowie Anhang, noch immer innerhalb der Wissenschaft verweilen. Was haben die Spekulanten dazu zu vermelden?

Sachstand ist, daß weder das Sein, noch der Mensch aus zwei verschiedenden Substanzen besteht, die voneinander trennbar wären, sondern beides ein substanzielles Einheitswesen ist, welche aus seinen Bestandteilen hervorgehen. Es somit vielmehr so, daß sich diese beiden Extreme aus der gegenseitigen Auseinanderdriftung heraus entwickelt haben. Es ist jedoch die Lücke, welche beide hinterlassen, worüber sich der Kern der Angelegenheit zeigt, welcher nämlich darin besteht, daß beide sich weigern anzuerkennen, daß beides miteinander ist. So wurde es hingegen für mich zum grundlegenden Umstand, mir die Klärung des Substanziellen selbst zu verschaffen, da ich keinerlei derartiges Einheitswesen in der substanziellen Erachtung antreffen konnte. Ich werde darüber berichten im entsprechenden Bezugsverhältnis, jedoch sei hier dazu aufgebracht, daß sie alle, auch wenn sie das Ganze beschreiben, nur Fragmente sehen gemäß ihres Substanzverständnisses und darin erging es dem Atom nicht anders, wie der Psyche, daß darin am Anfang das Ende beschrieben steht, denn in beiden Verhältnissen gilt das Substanzverhältnis als Grundbedingung des Seins, wobei es sich hierin darum handelt, die Dinge festzuschreiben, bevor sie überhaupt erkundet sind. Es erweist sich als Verhängnis beider Verhältnisse, daß sie organisatorisch gar nicht anders können, als dies derart zu handhaben. Es liegt nicht in deren Händen, sondern in der Natur der Sache. Nicht umsonst beschreibt man die Deklaration des Philosophen als den die Weisheit Suchenden und derer der Wissenschaften als Wissen schaffenden, auch wenn sich darin Diejenigen aufhalten, denen es um wahre Erkenntnisse geht, so ist das Einheitswesen nicht darauf eingerichtet und kann dem auch nicht entsprechen.

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D A S   B E W U S S T S E I N

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» René Descartes «

public domain from https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Frans_Hals_-_Portret_van_Ren%C3%A9_Descartes.jpg

Discours de la méthode (1637)
René Descartes Hauptschriften (1868)
Übersetzung von Kuno Fischer

Mit Descartes tritt eine gravierende Erneuerung des Denkwesens auf den Plan. Primär jedoch nicht bezüglich seines Anwendungswesens, sondern seines Inbetrachtungswesens, denn durch diesen wird das Bewußtsein (erachtet als!) Bestandteil des Denkens. Und zwar über seinen Elementarsatz "Ich denke, also bin ich", welcher wahrlich elementar ist, wie ich aufzeigen werde, jedoch einen wesentlichen Makel enthält, denn wie kann das Denken ein solches hervorbringen, ohne daß man sich dessen bewußt ist (ich bin mir bewußt, daß ich denke, also bin ich!)? Gerade darin liegt jedoch der Kern der Sache, daß hierüber manifestiert wird, daß das Bewußtsein über das Denken zustande käme. Was dieser nicht sieht ist und somit auch nach wie vor bis heute Thema der erforderlichen Trennung ist, daß ein elementarer Unterschied besteht zwischen dem fließenden wahrnehmden Vorgang der Bewußtwerdung und der statischen Inbetrachtziehung dessen und zwar ein substanziell elementarer Unterschied, welcher sich über die funktionale Unterscheidung aufzeigt und sich auch nichts daran geändert hat, daß wir diese Trennung erfahrungsgemäß erleben. Was es damit auf sich hat, daß er dies anders erfährt, dazu bedingt es die Beschreibungen seiner Worte in Betracht zu ziehen, worüber man erkennen kann, welcher Sonderfall sich hieraus ergibt, der sich nämlich anders stellt, als das reguläre Erfahrungwesen darin.

Sein Aufbringen ist jedoch elementar für den sich ausbreitenden Popularismus der Philosophie des Geistes, welcher sich zunächst als ein Anteiliges, jedoch im Verlaufe immer mehr zum Einzigen der Präsenzen der Philosophie wird und letztendlich auch in der Psychologie mündet, welche ihren Grundstock daraus bezieht. Es ist eine Entwicklung, welche jedoch letztendlich in der Phänomenologie endet, worin sie bis heute stecken geblieben ist aufgrund ihrer Ausgrenzung aus dem Ganzen, dessen Verhältnis hierin nur noch marginalen Inhalt bietet, da jegliche Präsenz sich über das Geistige darlegt, gemäß dann auch in der Psychologie letzendlich die Psyche Resultat des Geistes (geistiger Aktivitäten) ist. Elementar ist hierin vor allem, daß sich hierüber die Beschäftigung mit dem Inneren Sinn erübrigte, da gemäß dessen Erachtungsweise die Wahrnehmung Bestandteil geistigen Hervortretens ist, gemäß des Aufbringens, daß die Bewußtwerdung (der Wahrnehmung) über das Denken hervortritt. Während einerseits darin endgültig Leib und Seele eine vollkommene Trennung erfuhr, vollzog sich darin genau das Gegenteil, daß nämlich jegliche Trennung von Wahrnehmung und Vorstellung aufgelöst wurde. Unübersehbar wird dies aber erst im späteren Stand der Psychologie und deren Erachtungsweisen.

Auch hierin setzt sich somit wiederum das durch, was Erklärungen liefert, nämlich die geistige Spekulationen, auch wenn darin nur geistig Logisches seinen Maßstab erfährt, ergibt sich eben nichts, was dies wiederlegen kann, außer dem des erlebenden Erfahrens und genau dies wird als subjektiv und nicht als Erkenntnis gewertet. So ist es aber auch bei Descartes, wenn man seinen Worten folgt, wie ich sie von ihm aufbringe, zunächst auf das Erleben beschränkt und äußerst deutlich dargelegt, wie es sich darin verhält. Hingegen sind seine weiteren Entwicklungen aus seiner Erkenntnis heraus rein spekulativ und entfernen sich gänzlich von seinem Ursprung. Es ist das Leidwesen der Entwicklungen, daß 'ein Elementares' nicht seinen Wert erfährt und somit die Hervorbringenden nötigt, ihr Übriges dazu beizutragen, was letztendlich immer wieder dazu führt, daß die Aufbringenden regelrecht damit ihr eigenes Werk zerstören der Anerkennung wegen. Es ist grundsätzlich eine Frage der Anerkennung gewinnen und somit ergibt es sich zwangsläufig für Diejenigen, welche die Öffentlichkeit suchen in ihrem Werken. Die Öffentlichkeit ist hierin jedoch vor allem die Fachschaft und diese bilden sich aus aus ihren Vorgaben, welche das Neue nur zulassen, insofern es sich in das Gegebene integriert. Mir ist dies sehr wohl geläufig und darum erfährt man auch meine entsprechende Handlungsweise, da das Meinige in keiner Weise integrierbar ist, sondern sich als Aufklärung stellt. Das ich dabei die Lehrenden ebenfalls anvisierehat seinen speziellen Grund und basiert genau auf dem, was Descartes über das Seinige aufbringt. Man möge es an sich selbst erörtern und darüber erfahren, worum es sich handelt. Das eigentliche Dilemma der Anschauung hierin ist, daß fast man allerorts einzig das Bewußtsein in Betracht zieht, ohne 'darin' auch das Andere der Bewußtwerdung zu sehen, was man jedoch erlebenstechnisch anders erfährt. Und da Theorie und Praxis nie ihre endgültige Auflösung erfahren können, so erübrigt sich nämlich 'an sich' die spezielle Beschäftigung damit, denn dies klärt sich auch wieder von selbst, ohne daß man sein Spezielles dazu beitragen muß. Darum beschränke ich mich auch bewußt auf den Sachstand der Aufklärung.

Man beachte hierzu einmal Descartes' Vorgehensweise, welche darauf beruht, seinen Geist zunächst zu leeren, worüber er zu diesem Verbundenheitsverhältnis von wahrnehmender Erkenntnis gelangt. Es ist tatsächlich so, daß dieser darüber zum Grundstock der Erkenntnis gelangt ist, der notwendig ist, um zu sehen, wie sich uns das Sein gemäß seiner Wirkungen als solches aufweist, nämlich über das Bezugsverhältnis der reinen Wahrnehmung. Es ist das geistige Urteil, welches dem entgegen wirkt und sich darüber hinweg setzt, sich darin zu entfalten und die Gegebenheiten so zu sehen, wie sie sich über die Wirkungen vermitteln. In seiner erkenntnisbildenden Erschauung trifft er damit tatsächlich auf das Zentrum, worin nämlich Subjekt und Objekt eins sind in seinem Wesenskern der bewußten Wahrnehmung. Somit verhält es sich tatsächlich so, daß in dieser Erkenntnis der Grundstein zur Erbauung des Ganzverhältnisses steckt. Es ist somit auch gar nicht die Fülle, welche erfüllt, sondern im Gegenteil, es ist die geistige Leere, welche dies bewirkt. Man vergleiche hierzu einmal den Versuch von Augustinus, über die Unterscheidung der 'reglären' inhaltlichen Präsenzen zu einer Differenzierung von se cogitare und se nosse zu gelangen, was derart nämlich gar nicht möglich ist. Um die regulären Verhältnisse erfassen zu können, bedingt es der grundlegend Kenntnis über die unterscheidenden funktionalen Präsenzen, worüber es hervortritt, dem gegenüber es jedoch der Extreme (scheidenden Kontraste) bedingt, um diese überhaupt als solche in Erfahrung zu bringen. Mir ergab sich dies letztendlich auch einzig über die Extreme an Erfahrungen, im Verbund mit der langjährigen bewußten Beschäftigung damit, daß es derart klar ersichtlich ist.

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» Christian Wolff «

Vernünfftige Gedancken von Gott, der Welt und der Seele des Menschen (1741)

Auf Desartes's Akt folgte der eigentlich Folgenschwere, welcher von Christian Wolff umgesetzt wurde, indem dieser gemäß Descartes' Prinzip das Substantiv Bewußtsein bildete. Gravierend hierin ist, daß es sich auf das Denken bezieht und somit besagt, daß das Bewußtsein über das Denken hervortreten würde, was ja 'anteilig für sich' mit diesem Sein darin übereinstimmt, jedoch dem Bewußtsein seinen Sinn der im Gebrauche stehenden Eigenständigkeit im Verhältnis der Bewußtwerdung entzieht. Es nimmt dem Menschen seine Ausdrucksmöglichkeit darin und so steht man bis heute vor dem Streite, ob dies nun eine Einheit oder doch das Bewußtsein ein davon Unabhängiges sei.

Hiermit möchte ich auch einmal spezifisch auf die Gegebenheit der Synonymität hinweisen. Besonders im Verhältnis des Bewußtseins ist es unumgänglich, dem sein besonderes Augenmerk zu widmen, da man es hierin mit einem ineinanderverwobenen Kollektivwirken zu tun hat, worin die Unterscheidungen ohne die spezifische synonymen Differenzierung unmöglich sind, wie man dem Bezug von Bewußtwerdung und Bewußtsein heraus entnehmen kann. So besteht auch meine Klarheit darin letztendlich vor allem auch auf dem erlangten Ersichten des Spezifischen der Funktionalität des Jeweiligen, sodaß darüber das Jeweilige aus dem Ineinanderwirkenden heraus ersehen werden kann. Wie man dem Musterbeispiel aber auch entnehmen kann, so muß man auch in das Sprachverhältnis Gleiches ein- und aufbringen.

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E R I N N E R U N G

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from https://www.mentalfirst.com/konzentrierter-lifestyle-6-einfache-uebungen-fuer-mehr-widerstandskraft-und-leistung/gehirn-nervenzellen-und-synapsen/

In diesem Abschnitt möchte ich auf die Funktionalität der Erinnerung eingehen. Wie sich aufweist, so ersehen nur Wenige diese funktionale Eigenständigkeit abseits des Geistes. Auch hier wiederum führt erst das Verständnis über die Funktionalität zum eigentlichen Nachvollzug. Vor allem ergeben sich über die abgrenzenden Ausdifferenzierungen der jeweiligen Eigenart überhaupt erst die konkreten Ersichtungen, was vor allem auch auf dem generellen kollektiven Wirken beruht, aufgrund dessen kein isoliertes Aktiva/Reaktiva stattfindet und somit aus dem Ablauf heraus gar nicht derart ersichtlich werden kann. Das Erinnerungswesen in seinem Konstrukt und der Funktionsweise entspricht dem, wie es über die Beschreibungen des Nervensystems im Verhältnis der Nervenknotenpunkte/Ganglien und deren Vernetzung im Gehirn seine Erläuterung findet. Hierin gibt es Zweie, eines im Überbewußtsein und eines im Unterbewußtsein. Im Gegensatz zur allgemeinen Erachtung, findet das Funktionswesen der Erinnerung abseits des Geistes statt, gemäß wir es als solches erfahren und es sich auch funktional dem entsprechend darlegt. Auch ich hatte einst, wo ich noch rein mit dem Unterbewußtsein und den mentalen Veranlagungen beschäftigt war, die Verortung des Überbewußten dem Gehirn zugeordnet. Es war die spezielle Beschäftigung mit dem Erinnerungswesen, worüber sich mir die klare Trennung aufwies. Zunächst jedoch das Trennungsverhältnis der beiden. wobei in dem des Unterbewußtseins sämtliche Erinnerungen gespeichert wird und in dem des Überbewußtseins werden Ausschnitte präsent gehalten, gemäß des jeweiligen gegenwärtigen Gebrauches. Es verhält sich darin ähnlich des Computers in der Unterscheidung von Festplatte und Ramspeicher. Über diesen Einheitsverbund zeigte sich mir erstmalig eindeutig, aufgrund dessen Einheitswesens, daß das Überbewußtsein eben nicht Bestandteil des Gehirns ist, sondern gemäß meiner ausführenden Beschreibungen Teil des Bewußtseins ist. Physis und Psyche erfahren gerade über die Beschreibung der Funktionalität ihre Besonderheit der substanziellen Trennung und somit auch, wie sich das Erinnerungswesen des Gehirns von dem des Bewußtseins unterscheidet, allem voran nämlich über das differenzierte Verbundwesen.

Die Aktivitäten im Gehirn hingegen beziehen sich rein auf das Konstrukt des Nervensystems und daß man darin Aktivitäten antrifft, welche im Verbund mit Aktivitäten von Erinnerung und Geist des Bewußtseins einhergehen, ergibt sich zwangsläufig, da der Körper (die Physis) im Verbund mit der Psyche einhergeht, sodaß auch wenn man nur nachdenkend aktiv ist, man doch aktiv ist und somit zwangsläufig auch der Körper auf ein Aktiva eingestellt ist und man darüber das erfahrende Verbundwesen trifft, welches zur trennenden Ersichtung der Aufklärung der differenzierenden Funktionalität bedingt. Maßgeblich zur Ersichtung ist somit die Inbetrachtziehung des funktionalen Konstruktes in seiner Präsenz des Überbewußtseins, was sich als bewußt erfahrbares Erleben abgrenzt. Darin trifft man auf das Verbundwesen von Bewußtwerdung, Erinnerung und geistiger Vorstellung, deren klare Trennung sich wiederum über die Inbetrachtziehung deren differenzierenden Funktionsweise sich aufzeigt. Gemäß des allgemeinen Funktionswesens, bedingt es zur Hervorbringung einer spezifischen Funktion einer dafür eingerichteten substanziellen Einrichtung, worüber sich das Jeweilige entsprechend darlegt. So sind es im Verbundsystem des Überbewußtseins die bewußtwerdende Wahrnehmung (Bewußtsinn), die Erinnerung (Erinnerungswesen) und die projizierten Vorstellungen des Geistes, welche eine jeweilige unterscheidende Markantz der Funktionalität aufweisen und somit darüber auch als solche in ihrem Eigenständigkeitwesen ersichtlich sind. Als gravierendes Mißverhältnis erweist sich somit auch die Handhabe von Philosophie und Psychologie, worin einzig das Eine im Verhältnis von Psyche/Geist in Betracht gezogen wird und somit die eigentliche Funktionsweise darüber gar nicht die erforderliche Ersichtung erlangen kann, da es in sich ein Widerspruch ist, daß alles miteinander funktional aus einem heraus hervorgeht. Im Bezug auf das Gehirn geht man diesbezüglich auf Lokalisationsverhältnisse ein, jedoch ist generell das Aufbringen dessen rein irreführend und selbst rein theoretisch nicht funktional, dem gegenüber ich des weiteren noch aus der Pathologie heraus berichten werde, wie es sich tatsächlich darin verhält.

So möchte ich hier auch erst einmal aufbringen, was an funktionalen Kenntnissen im Bezug auf das Erinnerungswesen des Bewußtseins präsent ist. Diesbezüglich bin ich auf John Locke gestoßen, welcher in ausgiebiger Weise die Funktionsweise des menschlichen Verständnisses (human understanding) eingeht und darüber auf direkte Weise eine Beschreibung liefert, wie dies funktional über das Erinnerungswesen stattfindet. Maßgeblich ist hierin sein einleitendes Aufbringen, daß des Menschen Erinnerung zu Beginn leer ist und sich rein über das wahrnehmende Erleben erfüllt, was es bereits als ein Behältnis darlegt. Das Besondere bei Locke ist somit auch, daß er in der Erinnerung eine Eigenständigkeit ersieht und auch ausführlich beschreibt, wie sie sich befüllt und sich darin die Grundkonstrukte ergeben. Das sein Aufbringen hingegen dazu führte, daß man den Menschen grundsätzlich als veranlagungslos betrachtet, ist wiederum der vielfältigen Mißverhältnisse stattfindender Irrweg, welcher vor allem auch durch die erfordernden Ideologien einhergehen, wie man sich allseits vor Augen führen kann. Gerade dieser ist es somit auch in seinem Bezugsverbund mit Plato und deren beider Bezug zur Idea, worüber sich weiträumige Erfordernisse der Aufklärung aufweisen. Man muß jedoch über das Aufbringen beider hinausgehen und deren Inbetrachtnahmen als Ausschnitte sehen. Beide bringen Kernbestandteile auf, die das Jeweilige auch als solches darstellen, wie sie sich uns erfahrungsgemäß repräsentieren. Der Unterschied liegt jedoch vor allem in der inbetrachtziehenden Funktionalität, basierend auf dem Herkunftsverhältnis und unterscheidet sich somit auch substanziell dem entsprechend.

» John Locke «

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An Essay concerning Humane Understanding (Book I, II - 1695)

Einleitend Friedrich Albert Lang - Geschichte des Materialismus:

"Wie er durch einen einfachen Anlaß - durch einen resultatlosen Streit einiger Freunde - auf die Frage nach dem Ursprung und den Grenzen der menschlichen Erkenntnis gekommen sein will, so bedient er sich auch allenthalben einfacher, aber durchschlagender Gesichtspunkte bei seinen Untersuchungen. Wir haben in Deutschland noch heutzutage sogenannte Philosophen, welche in einer Art von metaphysischer Tölpelhaftigkeit große Abhandlungen über die Vorstellungsbildung schreiben - wohl gar noch mit dem Anspruch auf »exakte Beobachtung mittels des inneren Sinns« -, ohne auch nur daran zu denken, daß es, vielleicht in ihrem eigenen Hause, Kinderstuben gibt, in welchen man wenigstens die Symptome der Vorstellungsbildung mit seinen Augen und Ohren beobachten kann. Dergleichen Unkraut kommt in England nicht auf. Locke beruft sich in seinem Kampf gegen die angebornen Vorstellungen auf Kinder und Idioten. Alle Ungebildeten sind ohne Ahnung von unsern abstrakten Sätzen, und doch sollen diese angeboren sein? Den Einwand, daß jene Vorstellungen zwar im Verstande seien, aber ohne dessen Wissen, bezeichnet er als widersinnig. Eben das wird ja gewußt, was im Verstande ist. Auch kann man nicht sagen, daß die allgemeinen Sätze gleich mit dem Beginn des Verstandesgebrauches zum Bewußtsein kämen. Vielmehr ist die Erkenntnis des Speziellen früher. Längst bevor das Kind den logischen Satz des Widerspruchs kennt, weiß es, daß süß nicht bitter ist."

"Locke zeigt, daß der wirkliche Weg der Verstandesbildung der umgekehrte ist. Es finden sich nicht zuerst gewisse allgemeine Sätze im Bewußtsein ein, die sich sodann durch die Erfahrung mit speziellem Inhalte erfüllen, sondern die Erfahrung, und zwar die sinnliche Erfahrung ist der erste Ursprung unsrer Erkenntnisse. Zuerst geben uns die Sinne gewisse einfache Ideen, ein Ausdruck, der bei Locke ganz allgemein ist und etwa das besagt, was die Herbartianer »Vorstellungen« nennen. Solche einfachen Ideen sind die Töne, die Farben, das Widerstandsgefühl des Tastsinnes, die Vorstellungen der Ausdehnung und der Bewegung. Wenn die Sinne solche einfache Ideen häufig gegeben haben, so entsteht die Zusammenfassung des Gleichartigen und dadurch die Bildung der abstrakten Vorstellungen. Zur Empfindung (Sensation) gesellt sich die innere Wahrnehmung (Reflexion), und dies sind »die einzigen Fenster«, durch welche das Dunkel des ungebildeten Verstandes erhellt wird. Die Ideen der Substanzen, der wechselnden Eigenschaften und der Verhältnisse sind zusammengesetzte Ideen. Wir kennen von den Substanzen im Grunde nur ihre Attribute, welche aus einfachen Sinneseindrücken, als Tönen, Farben usw. entnommen werden. Nur dadurch, daß diese Attribute sich häufig in einer gewissen Verbindung zeigen, kommen wir dazu, uns die zusammengesetzte Idee einer Substanz, welche den wechselnden Erscheinungen zugrunde liegt, zu bilden. Selbst Gefühle und Affekte entspringen aus der Widerholung und mannigfachen Verbindung der einfachen, durch die Sinne vermittelten Empfindungen."

"Jetzt erst gewannen die alten aristotelischen oder vermeintlich aristotelischen Sätze, daß die Seele ursprünglich eine »tabula rasa« sei ('tabula, in qua nihil est actu scriptum' findet sich bei Aristoteles de anima III, c. 4), und daß nichts im Geiste sein könne, was nicht vorher in den Sinnen war, die Bedeutung, welche man ihnen heutzutage beizulegen pflegt, und in diesem Sinne können diese Sätze auf Locke zurückgeführt werden."

"Indem nun der menschliche Geist, der sich den Sinneseindrücken und auch der Bildung zusammengesetzter Ideen gegenüber bloß rezeptiv verhält, dazu fortschreitet, die gewonnenen abstrakten Ideen durch Worte zu fixieren und diese Worte nun willkürlich zu Gedanken zu verbinden, gerät er auf die Bahn, wo die Sicherheit der natürlichen Erfahrung aufhört. Je weiter sich der Mensch vom Sinnlichen entfernt, desto mehr unterliegt er dem Irrtum, und die Sprache ist die wichtigste Trägerin desselben. Sobald die Worte als adäquate Bilder von Dingen genommen, oder mit wirklichen anschaulichen Dingen verwechselt werden, während sie doch nur willkürliche, mit Vorsicht zu gebrauchende Zeichen für gewisse Ideen sind, ist das Feld zahlloser Irrtümer erschlossen. Lockes Vernunftkritik läuft daher in eine Kritik der Sprache aus, die ihrem Grundgedanken nach wohl von höherem Wert ist, als irgendein andrer Teil des Systems. In der Tat ist die wichtige Unterscheidung des rein logischen und des psychologisch-historischen Elementes in der Sprache von Locke angebahnt, aber, von den Vorarbeiten der Linguistiker abgesehen, bisher kaum wesentlich gefördert worden."

Tatsächlich ist das Bildnis von Locke nicht derart anzutreffen, wie er es gebildet hat, was sich als besonders gravierend erweist, da sich doch sein Aufbringen genau darum dreht, die Dinge so wahrzunehmen, wie sie sich einem darbieten und sich darüber das wahre Sein zeigt, sowie sich darüber auch die Irrungen als solche eingrenzen lassen, gemäß dem es schließlich auch das Verstandeswesen als solches aufbringt. Dem gegenüber läßt sich gerade über den Verbund seines Aufbringens am idealsten darlegen, wie es sich darin verhält. Er beschreibt nämlich die Vorgänge gemäß der funktionalen Einrichtung, gemäß auch ich sie erfahre in Erweiterung des Verstandeswesens, über dessen Funktionsweise sich das Realitätsverhältnis standardisiert reguliert, indem darin die Wahrnehmung und Vorstellung in ihrem Verhältniswesen auf Widersprüche überprüft und als solche aufgezeigt werden. Nur befindet sich dieses Verhältnis von Grund auf in einer Schieflage, da der Mensch sich immer mehr mit Sprachgebilden und weitläufig auch mit reinen Sprachgebilden ausbildet und über dieses Verhältnis das Ermessungswesen gar nicht stattfinden kann. Dies kann man mustergültig auch über die Übersetzer und Interpreten von Lockes Worten nachvollziehen, da sie sprachlich Gegebenheiten darlegen, bzw. Bezug nehmen, zu denen sie erfahrungstechnisch gar keinen Bezug haben und bilden können. Da die Worte jedoch in ihrer grammtikalischen Ausführung korrekt sind, werden sie als solche übernommen von anderen, welche sich ebenfalls in diesem Verhältnis befinden. Und da weitläufig grundsätzlich das aufgebrachte Informelle als solches unbekannt ist, setzt sich dieses reine Sprachverhältnis auch als solches um. Gravierend ist, und das ist leider nicht Teil Locke's Aufbringen, daß Ilussionen zwar kein Realwesen beinhalten, jedoch auf das Handlungswesen steuerungsmäßig einwirken, sodaß sich darüber auch reale Handlungverhältnisse ergeben, wie man sie in diesem Verhältnis antrifft.

Das sein Aufbringen an Detailwesen den Grundstock bildet über die Funktionsweise der Erinnerung und den Geist hat man grundsätzlich nicht ersehen, wobei man überhaupt die Thematisierung überhaupt anderweitig nicht nicht in Betracht zieht, denn es entspricht in keiner Weise dem gängigen Prinzip der Erachtung. Es sind die Ideologien, welche allgegenwärtig den Inbetrachtziehungen und Erklärungen voraus gehen. So ist es auch erstaunenswert, wie akribisch seine Beobachtungen sich auf das Wahrnehmende beziehen, um dies von dem Geistigen zu trennen, um vor allem auch deren Trennungsverhältnis vor Augen zu führen. Hierin steckt der Kern der Angelegenheit, die Wahrnehmung und Vorstellung voneinander überhaupt trennen zu können, da sie beide aufeinander einwirken, sodaß einzig über die Funktionsweise dies überhaupt erst in seiner Klarheit ersehen werden kann. Auch wenn er das funktionale Prinzip als solches nicht ersieht, gemäß dem ich es aufbringe, so liefern seine inhaltlichen Beschreibungen jedoch das entsprechende Bezugsverhältnis innerhalb dessen, gemäß dem es aus den Abläufen heraus ersichtlich ist. Das instrumentelle funktionale Verhältnis hingegen ist noch einmal eine andere Art des Fassens, dem gegenüber seine Ausführung auch die Hinleitung dazu ist, denn was man erlebenstechnisch erfährt und somit das Ersehen ist das, was Locke aufbringt, wohingegen mein Aufbringen darüber hinaus das Verständnis aufbringt, die Funktionalität als solches zu erfahren. Erst darüber erlangt das Verstehen, was Locke eigentlich im Sinn hat, das Erforderliche zum Nachvollzug. Wobei es mir hervorzuheben gilt, daß es mir weitläufig nicht anders wie Locke ergeht, daß man nämlich die Sache selbst nicht in Betracht zieht und somit mein Verständnis nicht vermittelt. Somit auch meine Anwendung, es im Miteinander weiträumiger zu erlangen.

Book I - Chapter II - § 15

"The Senses at first let in particular Ideas, and furnish the yet empty Cabinet: And the Mind by degrees growing familiar with some of them, they are lodged in the Memory, and Names got to them. Afterwards the Mind proceeding farther, abstracts them, and by degrees learns the use of general Names. In this manner the Mind comes to be furnish'd with Ideas and Language, the Materials about which to exercise its discursive Faculty: And the use of Reason becomes daily more visible, as these Materials, that give it Employment, increase. ..."

Einleitend jedoch einmal den Kern dessen, was ihm zu Ehren gereichte. Als Kontrapunkt zu Plato's Aufbringen legt er gemäß diesen Worten dar, daß die Erinnerung und somit der Geist, zu Anfang leer ist, sich erst über das Erfahren dessen, was sich über die Sinne vermittelt befüllt und sich darüber ausbildet. Was man dem gegenüber anwendet und als von ihm aufgebracht ausgiebt, bezieht sich jedoch darauf , daß 'der Mensch' bei Geburt wie ein leeres Blatt sei. Jedoch spezifziert er seine Ausführung auf 'Geist und Erinnerung', dem gegenüber man es fälschlicherweise auch auf die mentalen Veranlagungen bezieht. Dies ist jedoch inhaltlich gar nicht sein Thema, führt jedoch darüber zur Verschlimmbesserung. So gilt Locke als Grundlage vor allem für die Pädagogik und Erziehungswissenschaften und ist somit ein weiterer Bestandteil, worüber das menschliche Selbst außen vor geraten ist, denn im Geiste trifft man einzig auf die geistige Identität, worin es im Verbund mit der geistigen Logik einzig derart sich verhält, jedoch im Verhältnis der mentalen Veranlagungen und dem Vegetativen und somit auch dem Logos trifft man auf das Angeborene, dessen Präsenz hierüber völlig außen vor geriet. Während dies über Plato zumindest indirekt mit in Erscheinung trat, ist es weder bei Locke, noch dem daraus Folgenden in irgend einer Art noch vertreten.

Bewußtsinn

So ist in diesem Bezug vor allem zu bedenken, daß der Innere Sinn (Bewußtsinn) und das darüber Hervortretende gar nicht der Sachstand der Inbetrachtziehung und Erörterung ist, was funktional elementare Erfordernis ist, um das, was aus dem Unterbewußtsein in Erscheinung tritt, auch als solches zu erfahren. Grundsätzlich ergibt sich ein Sichten aus diesem Verhältnis von Erinnerung und Geist ein solches Sichten nicht, sodaß es allgemein derart in Betracht ziehend darüber außen vor gerät. Es ist jedoch als solches präsent wirkend, sodaß der Mensch es auch erfahrend erlebt, jedoch wie es sich immer wieder verdeutlicht einzig, insofern es auch seine aufmerksamkeitsbedingte erforderliche Erachtung findet. Das gilt gleichermaßen für die Präsenz des Inneren Sinnes (Bewußtsinn), wie auch der Eigenständigkeit des Erinnerungswesens, von dem das Geistige sich scheidet und nur in dem Verhältnis alles miteinander gemäß seiner wirkenden Präsenz ersichtlich ist. Zumindest erfährt über Locke jedoch das Erinnerungswesen und dessen Funktionsweise eine umfangreiche Beschreibung, worüber sich auch für das Geistige eine weitreichende aufklärende Erläuterung darbietet. Der Geist ist halt doch nur ein Bildnisse projizierender Bestandteil im überbewußten Wirkwesen und dem vor allem bedingt es der speziellen Beachtung.

» David Hume «

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An Enquiry concerning Humane Understanding (1777)

An Introduction by Peter Millican

"Locke, like Descartes, had used the vague word 'idea' for 'whatsoever is the object of the understanding when a man thinks' (Essay, I. i. 8 ). Thus according to Locke, anyone who sees the blue sky or feels a pain has in his mind an idea of that colour or of that sensation, and likewise anyone who merely thinks about the sky or contemplates pain also has in his mind corresponding ideas. Hume, however, considers this broad usage to be inappropriate, for it conflates together two quite distinct mental operations - namely the awareness of sensations or feelings, and the consideration of thoughts - and only the latter, in his opinion, can properly be called 'ideas' in the conventional sense. He therefore restricts the scope of 'idea' to refer to thoughts alone, coining the new term 'impression' to refer to sensations and feelings, and the term 'perception' for the general class of objects of the mind, comprising impressions and ideas together (so Lockean 'ideas' become Humean 'perceptions'). In general, impressions are more 'forceful and vivacious' than ideas, though this rule can break down if 'the mind be disordered by disease or madness' (E 2.1 ): a madman's thoughts could be as vivid to him as his sensations, in which case he would presumably be unable to tell the difference."

Wie man dem entnehmen kann, so haben auch Millican und Hume Locke's Worte nicht wirklich nachvollzogen, denn in deren Bezugnahme handelt es sich rein um die geistigen Erscheinungen und nicht um Lockes Bezug zur Entstehung der Idea in der Erinnerung, welche zwar daraus im Geiste hervortritt, es sich jedoch um einen wesentlichen Bestandteil der Funktionalität, vor allem auch der Differenzierung handelt. Hume bringt hingegen einen wesentlichen Bestandteil auf, welcher bei Locke nicht seine erforderliche Beachtung findet, nämlich das Differenzierungsverhältnis vor allem gegenüber dem Sinnlichen, was im geistigen Verhältnis nicht in Erscheinung tritt. Und gerade diesbezüglich ist nicht nur das Verhältnis der sinnenvermittelnden Wahrnehmung gegenüber dem, was im Geiste in Erscheinung tritt maßgeblich, sondern vor allem auch, inwiefern was zur Erinnerung gelangt und daraus hervortritt. Daraus wird nämlich überhaupt erst spezifisch ersichtlich, daß die Wahrnehmung eben nicht über die Erinnerung und den Geist, sondern einzig 'zuvor' über den Bewußtsinn stattfindet (gerade das 'zuvor' ist maßgeblich!). Gerade hierin greift nämlich wiederum das Prinzip, wie es ursprünglich Aristoteles aufbrachte, daß aufgrund dessen, daß es über den Geist nicht hervortritt (nicht hervortreten kann!), es eines eigenständigen Organes zur Hervorbringung dessen bedingt. Die Erinnerung zusätzlich zum Geistigen als solche abzugrenzen, verschafft überhaupt erst das erforderliche klare Bildnis über den Bewußtsinn, wobei sich über den Wirkungsverlauf die eigentliche Ersichtung ergibt. Hingegen beschreibt Hume, daß das, was im Geiste erscheint und somit die Idea der Erinnerung ausmacht, generell nicht identisch ist mit dem, was wir über die Wahrnehmung erfahren. Wer es, wie Hume, einmal systematisch ergründet, wird feststellen, daß es sich dabei um ein regelrechtes Abstraktum handelt, was darüber hervortritt, im Vergleich zu dem Wahrnehmenden selbst. Gerade darin legt sich dann auch dar, daß es sich um Abbildnisse handelt und nicht identisch ist, mit seinem wirkungsbezogenen Ursprung und auch nicht daraus heraus gebildet ist, sondern einzig dem gemäß konstruktiv, gemäß der funktionalen Gegebenheit, abgebildet wird. Es ist nicht die Wirkung selbst, sondern ein Bildnis dessen, gemäß einer Kamera erzeugt, welche in dessen eingerichteten Konstruktion Bildnisse aus den Wirkungsverhältnissen heraus erzeugt.

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G E I S T

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Was ist der Geist? Betrachtet man sich die diversen kulturellen Bezüge, so driften die sich darüber aufweisenden Mutmaßungen noch viel weiter auseinander, als die kultursprachlichen Deklarationen selbst. Der Geist ist hingegen keineswegs gespenstisch, wie der indogermanische Wortstamm andeutet, vielmehr ist das gespentisch, wie Menschen das Geistige handhaben und als was sie das darüber Hervortretende im Verhältnis des Seiendes erachten. So zeigt sich jedoch, daß gar kein anderes Bezugsverhältnis zum Geist besteht, außer dem des inhaltlich Hervortretenden des Geistigen, nicht jedoch über seine Funktionalität und auch nicht, was der Geist überhaupt ist. Als prädestinierend erweist sich somit auch die naturwissenschaftliche Entwicklung in der bedingenden Anforderung der Klärung, was der Geist sei und wo er sich befinde und man diesem zwangsläufig zuordnet, Bestandteil des Gehirns zu sein oder eben nicht zu existieren. Betrachtet man sich dem gegenüber hingegen die zuvor aufgebrachten Erläuterungen, dann verdeutlicht sich vor allem, daß man dem Geist nicht nur eine Alleinstellung zuspricht, sondern überhaupt nichts anderes überhaupt in Betracht zieht, als einzig den Geist, gar als Repräsentant der Psyche. So ist es auch nicht verwunderlich, daß die entstandene Psychologie dies dem gemäß handhabt, daß der Geist die Psyche hervorbringe. Tatsächlich jedoch kann er dies gar nicht wiedergeben, denn er beinhaltet eben nicht die Funktionalität des Bewußtsinns, worüber einzig die Wahrnehmung als solche hervortritt, dem gegenüber der Geist sich aus den Versinnbildlichungen aus der Erinnerung speist.

Der Geist speist sich aus den Ideen, gemäß dem es Locke in seinen Details darlegt (wobei dem jedoch eine Versinnbildlichung vorausgeht in der Übertragung vom Bewußtsinn zur Erinnerung) und gerade darin besteht der Kern der Bewandtnis darum, dem gegenüber zuvor über Plato die Idee aufgebracht wurde, gemäß dem der Geist ein veranlagter Kenntnisträger sei und die Wahrnehmung sich dem gegenüber als eine Täuschung des Seins erweise. Generell erweist es sich sogar als Bedingung, den Geist als das Alleinige in Betracht zu ziehen, um diesem die handhabende Stellung zu verschaffen, denn jedes andere präsente mentale Organ hat einen direkten Bezug zur Wahrnehmung. Diesem alleine ergibt sich ein Verhältnis, worin die Wahrnehmung selbst nicht Anteil ist, sondern einzig die Bildnisse aus der Erinnerung (gemäß dem sich auch das Verhältnis von Täuschung und Illusion voneinander scheidet). Maßgeblich ist dem gegenüber, daß der Geist Steuerungsorgan ist und so ergibt sich über diese Handhabe, diesem darüber seine eigenständige Ausformung zu verschaffen, unabhängig der instinktiven Steuerung. Schließlich unterscheidet sich der Mensch angeblich gegenüber den Tieren darin, daß dieser nicht instinktiv, sondern über seinen Intellekt handelt. Es geht somit nicht darum, die Menschlichkeit zu ergründen, sondern vielmehr, sie zu gestalten und zu formen. Dies erweist sich als das dahintersteckende Kernwesen.

Man beachte hierzu die funktionale Positionierung des Geistes,
worin dieser sich abseits des Wahrnehmungsbezuges befindet.

Bewußtsinn

Dieses abseitige Verhältnis bildet sich jedoch nicht aus dem regulär Geistigen heraus, denn wie Locke aufzeigt, so begründet sich das geistig Hervortretende regulär aus den erlebten und daraus abgebildeten Bildnissen der Erinnerung, sondern dies erfährt über die Sprache seine Umsetzung, welche nicht darüber gebildet ist. Konkreter gefaßt, ergibt sich ein derartig Abseitiges des Geistigen Denjenigen, welche nicht ihre eigene Sprache bilden oder zumindest das erforderliche Bezugsverhältnis zur Sprache aus dem Wahrnehmungsverhältnis heraus bilden und somit aus der reinen Sprachübernahme ein solches erwirkt wird. Es ist somit gar nicht die reguläre Erinnerung der erlebten Erfahrung, worüber sich dies ergibt, sondern es handelt sich darum, daß über das sprachliche Kommunikationsverhältnis Bildnisse übernommen werden und daraus das Entsprechende erwirkt wird. So erweist sich die Entwicklung darin grundsätzlich auch als eine Gegensätzliche gegenüber dem Regulären des Wahrnehmungsverhältnisses, worüber die Wirkungen des Seins sich auf direkte Weise als solche vermitteln und man darin hingegen das Sein rein aus dem Verhältnis der sprachgeistigen Verhältnissen heraus zu ergründen sucht. Man ergründet, inwiefern was real(isierbar) ist! Darin steckt das Kernwesen dieser Handhabe.

Plato's Aufbringen enthält jedoch noch einen anderen wesentlichen Kern. Dieser besteht in der Ersichtung des Seins gemäß seiner funktionalen Gegebenheit. Man verdeutliche sich dies einmal über die Form eines Dreiecks. So erkennt dieser nicht nur, daß die Sprache hierin etwas anderes darbietet, als man es in der Natur anzutreffen vermag, nämlich das eines perfekten/mathematischen Dreiecks, sondern wie uns mustergültig die Mineralien aufweisen, so ist das Formkonstrukt in sich funktional ein eigenständiges, gemäß dem sich auch die Entwicklungen von Werden, Sein und Vergehen gestalten. Dem gegenüber steht jedoch die Kausalität, aufgrund dessen es sich auch nicht derart exakt/vollständig in seinem Konstrukt ausgestaltet, sondern nur relativ dem, inwiefern anderes darauf einwirkt. Elementar ist hierin, daß dieses Prinzip der Vorgabe (die Funktionalität) nicht Bestandteil des substanziellen Seins des Jeweiligen ist, sondern sich die konstruktive Präsenz im Verhältnis der Funktionalität ergibt. Genau das bildet jedoch die Sprache ab, indem sie sich nicht auf die Substanz, sondern auf die Sachlichkeit der Gegebenheit bezieht, sodaß ein Dreieck auch nur ein solches ist, insofern es ist und damit verbunden ist und als solches benannt wird. Der regulären (flie0enden) Wahrnehmung hingegen erscheint einzig das Verhältnis des Werden, Sein und Vergehens als solches und somit im Verbund mit der Funktionalität, sodaß sich hierüber die dem entsprechenden Gemeinsamkeiten ergeben. Darin besteht der Kern seines Aufbringens, daß die Wahrnehmung eine Täuschung darbiete, jedoch bezieht er sich primär auf den Geist, welcher über die erforderlichen Kenntnisse verfüge und nur sekundär auf die Gegebenheit der Sprache, sodaß es sich aufgrund dessen als irreführend erweist. Der Geist folgt regulär der Wahrnehmung, oder besser gesagt, daß Geistige erfolgt regulär aus der Wahrnehmung heraus, dem gegenüber Begriffe jedoch Bezeichner einer Sache sind und die Gegebenheit sich regelrecht umkehrt. Und die Sprache ist keineswegs aus diesem Regulat heraus gebildet, sondern aus dem Bezeichnungswesen heraus, sodaß sein Aufbringen der Sprache ein ganz neues Sichtungspotential verschafft. Leider hat man auch diese Gegebenheit nicht wirklich verstanden, sodaß sich zwar unsere Sprache zu einem solchen Gehalt entwickelt hat, wie wir sie antreffen, man jedoch nach wie vor einzig sieht, was Plato ersah. Darüber zeigt sich nämlich ein wesentlicher Kern des Substanzprinzipes, welches ich in dem entsprechend Kapitel entsprechend einbindend erläutern werde.

» Plato «

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Geschichte der antiken Naturwissenschaft und Philosophie (1888)
Wilhelm Windelband /Sigmung Günther

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I N S T I N K T

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» Herbert of Cherbury «

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De Veritate .. (lat. 1624/1633)
translated by Meyrick H. Carré, Bristol 1937
Reprint Verlag Frommann-Holzboog

Eisler's Philosophen-Lexikon:

"H, ist der Begründer des englischen Deismus, des Standpunktes der »Naturreligion«. Er gründet die letztere auf den »consensus gentium«, die Übereinstimmung der Menschen, die auf den Besitz allgemeiner Begriffe, »communes notitiae« hinweist, in welchen sich die Grundwahrheiten darstellen. Diese Begriffe sind Bedingungen der Erfahrung, also eine Art A priori. Es gibt einen »instinctus naturalis«, dem allgemeine, übereinstimmende Begriffe entspringen. Der »Naturinstinkt« ist die erste der seelischen Fähigkeiten; sie entfaltet sich allmählich nach den Objekten hin und hat eine antizipatorische Funktion. Die »notitiae communes« liegen in jedem normalen Menschen, von der Natur uns eingepflanzt (»restat, ut in nobis a natura describantur et ut, ista lege, explicentur.... notitiae communes«). Es gibt vier Arten der Wahrheit: 1) »veritas rei« als Übereinstimmung des Dinges mit sich selbst, 2) »veritas apparentiae«, Übereinstimmung der Erscheinung mit dem Ding, 3) »veritas conceptus«, Richtigkeit der Auffassung, 4) »veritas intellectus«, logische Richtigkeit. Zu den allgemeinen Wahrheiten gehören auch die sittlichen Grundsätze und endlich die religiösen Grundwahrheiten, die durch Aberglauben, Priestertrug usw. vielfach entstellt sind."

Prioritätenprinzip der Wahrheiten:

1. die gegebene Wahrheit einer Sache selbst;
2. die Wahrheit der Erscheinung;
3. die Wahrheit der Auffassungsgabe;
4. die Wahrheit des Verstandes.

Prioritätenprinzip der Fähigkeiten:

1. der natürliche Instinkt;
2. der innere Gemeinsinn;
3. die äußeren Sinne;
4. der Wechselbezug der Fähigkeiten untereinander.

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S U B S T A N Z

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Um die Gegebenheit der Substanz aufzuzeigen, gemäß dem ich es bereits in meinem ersten Buch aufbrachte, gilt es mir vorab den Kern der Angelegenheit zu veranschaulichen. Dieser besteht auf der Gegebenheit des Raumes, dessen Präsenz auf der substanziellen Erfülltheit beruht. Während dem gemäß ursprünglich im Philosophischen ein Substanzverhältnis von Leib und Seele und damit verbunden auch eine Scheidung von Materiellem und I(m)materiellem einher ging, entwickelte sich hingegen in der aufkommenden Wissenschaft ein zunächst scheidendes und dann doch zusammenführendes rein materielles Substanzverhältnis von Energie und Materie. Im Nebeneinander dieser beiden Prinzipien und dem Anspruch des verbindens verfiel zunächst das philosophische Prinzip aufgrund der Anforderung i(m)materieller Substanz, dem gegenüber des weiteren auch das wissenschaftliche Prinzip und somit das Allgegenwärtige, welches zum Grundsatz des Maßstabes wurde, indem man in der Atomisierung letztendlich anerkennen mußte, daß die als solche manifestierte materielle Substanz überhaupt nicht darin auffindbar ist.

Der Mißstand, mit welchem man hierin konfrontiert wird, basiert auf dem Unverständnis gegenüber der Funktionsweise der Wahrnehmung, welche einzig Wirkungen verarbeitet und somit darüber einzig Wirkungen hervortreten können und zwar gleichermaßen im Menschlichen, wie auch im Technischen, sodaß darüber einzig dies überhaupt als solches in Erfahrung gebracht werden kann. So erfährt man auch den erfüllten Raum einzig indirekt über die Wirkungen, jedoch kann das, was den Raum erfüllt selbst nicht ersichtlich gemacht werden, da es keine Wirkung ist und das darüber Wirkende über das Wirken erwirkt wird. Im Verbund von Raum und Zeit, raumausfüllender Substanz und Wirksubstanzen ergibt sich das inhaltliche Ganzheitswesen, welches im Koordinat einher geht und wir daraus die wirkenden Bestandteil erfahren, welche zu unseren Sinnesorganen gelangen und wir uns dessen bewußt werden (können). Darüber hinaus unterliegt das, was wir innerhalb des Seins als Seiendes in Erfahrung bringen können, dem Werden, Sein und Vergehen, sodaß es darin auch einzig eine Beständigkeit gibt, welche erfahrungstechnisch zu erlangen ist und das sind die Prinzipien des Seins. Das ist auch der Grund, warum sämtliche meiner Beschäftigungen sich primär auf die der Funktionalität beziehen, worüber sich die Prinzipien aufzeigen, wohingegen das sich darüber Aufweisende als solches vergänglich ist. Und darüber zeigt sich, daß die Substanzen des Einheitswesens, gemäß dem wir sie wahrnehmen und darüber als solche erfahren, keineswegs aus sich selbst heraus hervorgehen, sondern sich gemäß der Prinzipien über ihr dem entsprechendes Werden, Sein und Vergehen ergeben. So zeigt sich hierüber vor allem auch, daß es keineswegs nur zwei Bestandteile sind, woraus sich das Ganze bildet (die raumausfüllende Substanz und die Bewegung), sondern wie sich darüber aufzeigt, daß alles einzig auf Reaktionen beruht, daß das Bewegende das ist, was alles miteinander stattfinden läßt. Um was es sich dabei handelt, zeigt sich in seiner eigenständigen Präsenz über die (funktionalen) Prinzipien.

Betrachtet man sich dem gegenüber das reguläre menschliche Verhältnis, so ist diesem hingegen die Beschäftigung und der Umstand damit marginär, denn er pflegt von Grund auf ein Substanzverhältnis gemäß seines regulären Handlungswesens, was sich vor allem über das Subjekt-Verb-Objekt-Verhältnis in der Sprachsubstanz darlegt. Und auch ist diesem die Substanz eine dem gemäße Objektbezogene, wie es die Substantive aufweisen und man darüber erfährt, daß es weder der philosophischen, noch derwWissenschaftlichen Scheidung entspricht. Das Bezugsverhältnis von Substanz erweist sich grundsätzlich als eine relative, gemäß der jeweiligen Erachtung. So trifft man es denn auch an, daß in der Naturwissenschaft einzig das als substanziell existent gilt, was den Augen ersichtlich gemacht werden kann, dem gegenüber die Augen doch einzig Reflektionen des Lichts wahrnehmen können. Dem Menschen wiederum ist das Gras nach wie vor Grün, obwohl er doch des anderen belehrt wird. Man bedenke somit auch grundsätzlich, daß des Menschen Umgang nicht die des Philosophen oder Wissenschaftler ist, denn er ist in seiner Funktionalität dazu eingerichtet ist, zu funktionieren innerhalb seines Selbst, dem gegenüber das Gelehrtenwesen keinerlei Rücksicht daraufhin aufweist - im Gegenteil. Wie der Mensch und damit verbunden sein Selbst funktioniert, ist mir hingegen die zentrale Bewandtnis meines Aufbringens, denn weder liegt es in des Menschen Hand, die Einrichtung seiner Funktionalität zu ändern und auch würde jegliche Art der Veränderung das kollektive Kompendium seiner dem entsprechenden Funktionalität berauben, gemäß dem es sich auch derart ausbreitet über die manifestierenden Ideologien. Man spricht von fortschrittlichen und rückständigen Kulturen, jedoch hat man noch nicht erkannt, was das Hinfortschreiten überhaupt bedeutet. Es ist ein entfernen vom Sein und so bildet meine Beschäftigung mit dem Selbst auch den entsprechenden Gegenpol.

So gelangte ich zu diesem Verhältnis über die Beschäftigung mit der substanziellen Beschaffenheit des Bewußtseins - des substanziell sich aufweisenden Selbst, worin die Präsenz rein über seine Wirkungen erfahrbar ist, jedoch nicht als eine gemäß des Körperlichen entsprechenden Substanz. Dem gegenüber erweist sich jedoch diese substanzielle Präsenz als Wirksubstanz, da hieraus Wirkungen hervortreten und darauf Einwirkendes Reflektionen erfährt, sodaß sich darüber vor allem aufweist, daß dies zwar einer anderen Art unterliegt, als das man es im Physi(kali)schen antrifft, jedoch das Physikalische sich substanziell darin unterscheidet, daß es dem gegenüber den Augen ersichtlich gemacht werden kann. Entscheidend darlegend, wie es sich damit verhält, war hierin jedoch vor allem der Sachstand, daß die Wirkungen von außen eindringend sich im Inneren weiter umsetzen und gleichermaßen die Wirkungen von innen nach außen hin sich umsetzen, ohne daß sie eine substanzielle Veränderung aufweisen, sodaß sich gerade darüber darlegte, daß eine derartige grundlegende substanzielle Scheidung gar nicht besteht, sondern dieses Substanzverhältnis sich gemäß des Verhältnisses der Wahrnehmung voneinander unterscheidet. Man erachte hierzu das ursprüngliche Verhältnis von Leib und Seele, worin die Seele das bezeichnet, was das Leben ausmacht. So ist das Körperliche, was man heute als Physis erachtet, das beides Beinhaltende, dem gegenüber sich das davon scheidet, was nicht beides beinhaltet, gemäß dem sich mir nicht nur wahrnehmungsgemäß, sondern auch sachtechnisch sich somit auch das davon unterscheidet, was sich mir als Bewußtsein darlegt. Dem gegenüber können auch einzig die inneren Sinne das hervorbringen, was in diesem Inneren stattfindet, wohingegen den äußeren Sinnen dies aufgrund der Einrichtung ihrer Funktionsweise nicht zugänglich ist.

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» John Locke «

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An Essay concerning Humane Understanding (Book II - 1695)

» Power and Substance «

Locke bringt ein außergewönliches Verhältniswesen auf, welches sich grundlegend von dem aller anderen unterscheidet. Er folgt hierin dem Verhältnis dessen, was die Wahrnehmung vermittelt. Und darin trifft er nachvollziehbarerweise nur auf einen Bestandteil, welcher über die Wahrnehmung hervortritt und nennt es Power. Er ersieht die Gegebenheiten, wie sie sich dem Menschen über die Wahrnehmung vermitteln und bringt damit den Kern der Bewandtnis des Verständnisses über die Substanz auf. Wie er aufzeigt, ist das, was wir als wahrnehmende objektbeziehende Substanzen erachten, in seinem Grundstock des Wahrnehmenden nichts anderes, als das durch die Wirkungen Erfahrene, dem man dies zuschreibt. Stellt man dem meine Beschreibung dazu, daß die Wahrnehmung nichts anderes hervorbringen kann, als Wirkungen, dann kann man sich vor Augen führen, wie klar und Einzigartig seine Sicht auf die Gegebenheiten doch sind. Auch wenn er in seiner Ausführung nicht alles dem Verhältnis zuschreibt und es als solches offen läßt, so ist doch seine Prinzip, welches er auch sprachlich prädestiniert dafür eindeutig. Sonderbarerweise hat er dieses Thema gar nicht gesondert in einem eigenen Kapitel verf

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» Ludwig Büchner «

Kraft und Stoff - Dreizehnte Ausgabe - 1874
Force and Matter Force et Matière Forza e materia
Fuerza y materia Mâdde ve Kuvvet Kraft och Materia

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» Ernst Haeckel «

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» Max Planck «

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Vortrag in Florenz (1944)

"Meine Herren, als Physiker, der sein ganzes Leben der nüchternen Wissenschaft, der Erforschung der Materie widmete, bin ich sicher von dem Verdacht frei, für einen Schwarmgeist gehalten zu werden. Und so sage ich nach meinen Erforschungen des Atoms dieses: Es gibt keine Materie an sich. Alle Materie entsteht und besteht nur durch eine Kraft, welche die Atomteilchen in Schwingung bringt und sie zum winzigsten Sonnensystem des Alls zusammenhält. Da es im ganzen Weltall aber weder eine intelligente Kraft noch eine ewige Kraft gibt [...] so müssen wir hinter dieser Kraft einen bewußten intelligenten Geist annehmen. Dieser Geist ist der Urgrund aller Materie. Nicht die sichtbare, aber vergängliche Materie ist das Reale, Wahre, Wirkliche - denn die Materie bestünde ohne den Geist überhaupt nicht - , sondern der unsichtbare, unsterbliche Geist ist das Wahre! Da es aber Geist an sich ebenfalls nicht geben kann, sondern jeder Geist einem Wesen zugehört, müssen wir zwingend Geistwesen annehmen. [...] Damit kommt der Physiker, der sich mit der Materie zu befassen hat, vom Reiche des Stoffes in das Reich des Geistes. Und damit ist unsere Aufgabe zu Ende, und wir müssen unser Forschen weitergeben in die Hände der Philosophie."

Den gegenwärtigen Zeitgeist aufzuzeigen, erweist sich am treffendsten über Planck's Worte, die vermitteln, daß man von dem Fortschreiten darin nicht abzulassen gedenkt, um dem vorausgehenden Prinzip des Seins darin weiterhin zu folgen. Ein Verhängnis, dem letztendlich alle Ideologien unterliegen und darin untergehen, daß sie die Infragestellung des Urprinzips von Grund auf außen vor stellen. Hierzu gilt es darüber hinaus zu bedenken, daß man einst das Prinzip, daß einzig existiert, was den Augen ersichtlich gemacht werden kann, dazu diente, um sich von der Mystik abzugrenzen. Man erachte einmal seine Worte in Verbindung mit den Meinigen, worüber sich darlegt, daß sie sich genau darin letztendlich über den stattfindenden Bumerangeffekt einschließen. Man achte einmal darauf, was sie alles nicht beinhalten und man kann es ersehen, wie klein ihre Welt doch geworden ist, in welcher sie ins Universum hinaus gelangen, jedoch nicht in das innere Selbst. So ist es auch kein Wunder, daß der Zeitgeist darin es mit sich bringt, daß sie sich auch der Psyche gegenüber letztendlich gänzlich ausgrenzen und den Menschen gar nicht mehr als Inhalt aufweisen, sondern einzig ihr außenstehendes Präsentarium. Gerade sie, welche dem Inneren das Äußere zugesprochen hatten, haben genau hierin, wo sich das Sein über das Selbst im Selbst aufzeigt, dieses Innenleben von Grund auf ignoriert. Nicht, weil sie nicht wollen, sondern nicht können, aufgrund ihrer prinzipienbedingenden Gefangenheit.

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W E I T E R E S

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» David Hume «

An Enquiry concerning Human Understanding (1748)

David Hume beschäftigt sich in seiner Ausführung augenscheinlich mit einer Neukonstitution philosophischen Vorgehens, worin dieser ein Prinzip darlegt, welches von seinem Grunde her den wesentlichen Kern in Angriff nimmt, nämlich dem Mißverhältnis der Spekulation entgegen zu wirken. Seine zugrundlegenden Aspekte erweisen sich als eine absolute Erfordernis, jedoch gelangt dieser an dem Punkt der aufzeigenden Anwendung dessen zum bedingenden Glauben. Die Argumente, welcher dieser als Kritiken des Bestehenden aufbringt sind elementar. Und so wirkt es dann auch schon recht wunderlich, daß seine Anwendung eben nicht auf seiner objektiven Beurteilung fußt. Genau darin bildet ja doch der Glaube den Gegensatz und separiert das Wesen des Ersichtlichen der Wahrnehmung von dem der Vorstellung. Darin steckt ein wesentlicher Wesenskern der Erachtung, erweist sich jedoch in dem Bezug als unpassend.

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» Dietrich Tiedemann «

Untersuchungen über den Menschen (1777)

Während Wolff's Aufbringen zunächst in die Abgründe des Dunklen des Bewußtseins führen, führt Tiedemann's hingegen wieder ins Lichte hinaus, um den offensichtlichen Details ihre klare Kenntlichkeit zu verschaffen. Es ist die Zeit neuer Errungenschaften im Verhältnis der Physis und so ensteht hierüber auch ein anderes Sichten auf das Innenleben. So ist es nicht verwunderlich, daß gerade dieser dann auch aufbringt, daß es den erforderlichen Kenntnissen über die inneren Organen und Ideen fehlt, um die Vorgänge im Inneren der Psyche erfassen zu können. An sich ein Fingerzeig, den man hierin hätte nicht übergehen können. Jedoch wies dieser Fingerzeig fälschlicherweise wohl in Richtung Physis und somit konnte darüber auch nicht in Erscheinung treten, was für sich seine Worte bereits als grundlegende Kenntnis aufbringt. Er sieht die Dinge, wie sie kein anderer sieht und so verhallen wohl auch dem gemäß seine elmentaren Worte.

Um jedoch das Wesen der Zeit sich einmal vor Augen zu führen, empfehle ich einmal Herrn Christian Wolffens Meinung von dem Wesen der Seele und eines Geistes überhaupt; und D. Andreas Rüdigers Gegen-Meinung (1727 - Reprint 2008) von Andreas Rüdiger in Betracht zu ziehen, um darüber sich einmal ein Bildnis darüber zu verschaffen, wie mittelalterlich 'dunkel' doch die Zeit weitläufig noch einher ging (Wolff's Erstausgabe erschien 1720).

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» Joachim Grau

Die Entwicklung des Bewusstseinsbegriffes
... im XVII. Und XVIII. Jahrhundert
Joachim Grau (1916 - Reprint 2018)

Grau geht in seinem Buch erst spät auf den eigentlichen Sachstand ein, worin man vor allem die Erwirkungen des Positiven über Wolff's Aufbringen des 'im Dunkeln liegenden' erfährt. Man beginnt von diesem ausgehend systematisch dieses Dunkle gemäß eines solches zu ergründen und hierüber erfährt man auch die Entwicklungsschritte der Vorläufer der Beschäftigung mit dem Unterbewußtsein.

Die Entwicklung basiert letzendlich auf der stattgefundenen Eingrenzung der Psyche über das anatomisch-wissenschaftliche Aufkommen der Physis in Verbindung mit der Abwendung zum Religiösen/Mystischen, sodaß das Bewußtsein zum Ersatzbezug der Psyche wurde. Was man hierin antrifft, ist die verharrende Bewahrung der Beständigkeit im Einklang mit der Veränderung, sodaß sich letztendlich Psyche, Bewußtsein und auch der Geist nur noch als Synonyme stellen (parallel dazu die Entwicklung der Erachtung des physischen Gehirns sich darin nicht anders stellt). Betrachtet man sich die gravierenden Differenzen des Aufbringens, zeigt sich auch hierin das Fehlen der Ankerpunkte - einer differenzierenden Spezifierung, worüber das Jeweilige hervortritt - derer es keine gibt, außer diesen Dreien, sodaß sich die Synonymität in seinen Details wiederum verliert, ohne zueinander Bezugsverhältnisse überhaupt herstellen zu können und letztendlich auch in nichts anderem hervortreten können, außer den geistigen Projektionen der Vorstellungen (gemäß dem man es auch in der Parallele der Inbetrachtnahme des physischen Gehirns im Verhältnis der Lokalisation zu ändern sucht - gerade jedoch dies darin gar nicht aufzufinden ist!).

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BEZUGSVERHÄLTNISSE

weitere Details, welche noch der Überarbeitung bedingen

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